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  • Dr. Yelto Zimmer

Mit Knowhow zu mehr Ertrag

Dossier

Kleinbäuerliche Kultur in Afrika (© Gilles Paires – fotolia.com)

Die Landwirte und die Vorleistungsindustrien erarbeiten in den entwickelten Ländern mit großem technischen Aufwand und hohem Know-how mühsam Produktivitätssteigerungen. Demgegenüber bleiben in vielen Teilen der Welt die vorhandenen Potentiale weitgehend ungenutzt; Ressourcen werden verschwendet. So setzen die Landwirte in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion trotz teilweise hervorragender agronomischer Bedingungen außergewöhnlich wenig Düngemittel und vielfach so gut wie keine Pflanzenschutzmittel ein. Ähnliches gilt für große Teile Afrikas. Auf der anderen Seite gibt es Länder wie China und Vietnam, in denen die Landwirte zwar sehr viel höhere Erträge erwirtschaften – sie düngen aber häufig so viel, dass erhebliche Umweltbelastungen zu beklagen sind. 

Die vorhandenen Potentiale für Ertrags- und Effizienzsteigerungen können nur gehoben werden, wenn man

  • die Ausgangssituation auf den Betrieben genau analysiert
  • versteht, was die Treiber dafür sind , dass die Landwirte sich so und nicht anders verhalten und
  • in Zusammenarbeit mit Landwirten und Beratern herausfindet, was getan werden muss, damit die Erträge steigen bzw. die Inputs effizienter eingesetzt werden.  

Genau hier setzen wir mit dem agri benchmark Netzwerk an. Unsere wissenschaftlichen Partner in den betreffenden Ländern erfassen mit Hilfe sogenannter typischer Betriebe in den wichtigsten Anbauregionen die dominierenden Produktionssysteme:

  • Welche Kulturen werden in welchen Fruchtfolgen angebaut?
  • Welche Bodenbearbeitung findet statt?
  • Welches Saatgut wird verwendet und
  • Welche Inputs werden in welchen Mengen eingesetzt?  

Darüber hinaus erfassen unsere Partner mit Hilfe sogenannter Fokusgruppen mit Landwirten und Beratern in den untersuchten Regionen Daten über die Qualität der Ernteprodukte, wie sie getrocknet und gelagert werden und an wen sie zu welchen Konditionen verkauft werden. Die Fokusgruppen werden aber auch dafür genutzt um zu erkunden, warum Landwirte bestimmte Optionen nicht wahrnehmen und welche Rahmenbedingungen sich ändern müssten, damit sie dies tun (können).

All diese Informationen sind notwendig, wenn wir helfen wollen, Ertragspotenziale zu heben und die globale Ernährung zu sichern.