Ökolandbau in Zahlen

Daten und Fakten

Bioland-Schild im Kornfeld mit Hinweis auf eine Erzeugerkreis-Kooperation mit Bioland-Bäckereien in Baden-Württemberg.

Wie viele Biobetriebe gibt es in Deutschland? Welche Bundesländer liegen beim Anteil der ökologisch bewirtschafteten Flächen vorn, welche hinten? Und wie steht Deutschland im EU-Vergleich da?


Ende 2019 gab es in Deutschland offiziell 34.110 ökologisch wirtschaftende Betriebe mit einer Gesamtfläche von 1.613.834 Hektar Fläche. Dies entspricht 12,9 Prozent der Betriebe bzw. 9,7 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche. Nach Schätzungen des Branchenverbandes BÖLW hat sich die Öko-Fläche in Deutschland im vergangenen Jahr um 5,3 Prozent erhöht. Demnach wurden in Deutschland Ende 2020 1.698.764 Hektar bzw. 10,1 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch bewirtschaftet.

Regional variiert die Bedeutung des ökologischen Landbaus in Deutschland beträchtlich. Der relative Flächenanteil reicht von ca. 18 Prozent in Hessen bis zu knapp 5 Prozent in Niedersachsen. Absolut betrachtet liegen die Produktionsschwerpunkte in Süddeutschland (Bayern: 370.366 ha, Baden-Württemberg: 186.905 ha) und Nordostdeutschland (Brandenburg: 174.253 ha, Mecklenburg-Vorpommern: 169.033 ha). Auf diese vier Bundesländer entfällt mehr als die Hälfte der ökologisch bewirtschafteten Fläche in Deutschland. Im Jahr 2019 war der relative Flächenzuwachs besonders hoch in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen (jeweils +12%).

Im Vergleich zu den anderen EU-Mitgliedsstaaten liegt Deutschland damit im Mittelfeld; Spitzenreiter ist Österreich mit einem Flächenanteil von etwa 25 Prozent.