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Neuzugang im Labor

Aktuell

Neu im chemischen Labor ist eine moderne Hochleistungs-Flüssigchromatograpie (HPLC)-Anlage mit Fluoreszenz-Detektor zur Messung von PAK-Metaboliten in Fischen.

Hochleistungs-Flüssig-Chromatograph (HPLC) mit Fluoreszenzdetektor von Thermo Scientific, UltiMate 3000 (© Ulrike Kammann)

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sind wichtige Umweltkontaminanten, die vom Fisch aufgenommen werden und im ungünstigen Fall zu Lebertumoren führen können. Es ist daher wichtig, die Belastung der Fische mit diesen Substanzen genau zu kennen, um ihre mögliche Wirkung beurteilen zu können. Erfasst wird die PAK-Belastung indirekt über PAK-Metaboliten in der Fischgalle. Diese zählen zu den empfohlenen Parametern im marinen Umweltmonitoring und sind Teil des regelmäßigen Überwachungsprogramms des Thünen-Instituts für Fischereiökologie in Nord- und Ostsee.

Die Analyse erfolgt mittels HPLC, die die Hauptmetaboliten von PAKs auf einer Säule voneinander trennt und nacheinander zum Detektor leitet. Die dabei entstehenden Peaks werden mit Fluoreszenz-Licht sichtbar gemacht. PAKs und ihre Metabolite fluoreszieren bei der Bestrahlung mit bestimmten Wellenlängen. Die meisten anderen Matrixkomponenten tun das nicht. Das führt zu einer selektiven Detektion. Gleichzeitig hat die Fluoreszenz in der Regel niedrigere Nachweisgrenzen als anderen optischen Methoden und ist damit sehr empfindlich und geeignet für die Spurenanalyse.

Wir freuen uns auf die Messungen mit dem nagelneuen Gerät und auf niedrige Nachweisgrenzen!

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