Lebensraum Meer: Wie die Physik die Biologie beeinflusst

Dossier

Im Meer geben Faktoren wie Temperatur, Salinität, Sauerstoff und pH-Wert die Eigenschaften eines Lebensraums vor und beeinflussen damit die Umweltbedingungen der Meereslebewesen. Darüber hinaus üben Meeresströmungen, Fronten und Wirbel einen entscheidenden Einfluss auf die Produktivität der Meeresökosysteme und die Verteilungsgebiete der Fischarten aus. Klimaänderungen wirken sich auf physikalische Parameter des Wassers aus (z.B. Temperatur, Versauerung). Damit haben sie direkte Auswirkungen auf die marinen Ökosysteme; sie können die Ausprägung von Meeresströmungen beeinflussen und die Lebensbedingungen in einzelnen Meeresgebieten verändern. Dies zu verstehen ist von zentraler Bedeutung, um von klimatischen Trends auf Änderungen in der Biologie zu schließen.

Im Thünen-Institut erforschen wir den Einfluss der Meeresphysik auf die Fische und Meeresökosysteme. Hierzu gehören sowohl langfristige Messkampagnen, die Veränderungen des Ozeans über Jahrzehnte erfassen, als auch intensive Studien, die Zusammenhänge in kurzer Zeit aufdecken. Mathematische Modelle, die Meeresphysik und Meeresbiologie verbinden, helfen, die komplexen Prozesse und ihre Einflüsse auf Ökosysteme zu ‚entknoten‘ und Hauptagenten zu identifizieren.

Projekte