Warum wir uns Märkte ansehen

Dossier

Nahrungsmittel sind eine wichtige Lebensgrundlage und daher besondere Güter. In den vergangenen zehn Jahren schwankten ihre Preise stärker als zuvor. Wie ticken Agrarmärkte? Wie konkurrenzfähig ist unsere Agrarwirtschaft im globalen Wettbewerb? Und wie kann die Politik zielgerichtet Einfluss nehmen?


Das Verständnis der Funktionsweise von Märkten ist wichtig für unsere Beratung von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Daher beobachten, analysieren und erklären wir die Märkte für Vieh und Fleisch, Getreide und Ölsaaten, Milch sowie Zucker und nachwachsende Rohstoffe. Diese Märkte unterscheiden sich teilweise erheblich.

Der Zuckermarkt und der Milchmarkt gehören zu den letzten Agrarmärkten, auf die die Politik intensiv  Einfluss nimmt. Doch 2015 ist die Quote für Milch und 2017 die Quote für Zucker abgeschafft worden. Was passiert nun mit der Erzeugung? Und wie entwickeln sich die Preise?

Der Fleischmarkt ist ein anderes Beispiel: In vielen EU-Ländern, auch in Deutschland, ist die Fleischerzeugung im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig. Dies führt unter anderem zu einer Diskrepanz zwischen Erzeugung und Verbrauch. Vor allem bei Nebenerzeugnissen ist der Grad der Selbstversorgung hoch, bei Innerereien liegt er bei 1100 %, das führt zu einer hohen Exportabhängigkeit. Gibt es genügend Abnehmer für diese Fleischerzeugnisse? Und wie gestalten sich die Preise innerhalb der Wertschöpfungskette?

Die fortlaufende Marktbeobachtung, eine gezielte Aufbereitung vorhandener Daten und die Befragung von Marktteilnehmern bilden die Basis, auf diese Fragen Antworten zu finden und alternative Entwicklungen anzustoßen. Wir beurteilen Kosten, Preise und Unternehmensstrukturen verschiedener Branchen. Zusätzlich messen wir den Einfluss politischer Rahmensetzungen auf die Agrar- und Ernährungswirtschaft insgesamt. Daraus leiten wir die Wettbewerbsfähigkeit einzelner Branchen sowie mögliche künftige Marktentwicklungen ab.

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