Glasow und Krackow

Portrait

Von der abgelegenen Agrarregion …

Die benachbarten Gemeinden gehörten vor 1945 zum Umland der sich schnell entwickelnden Industrie- und Handelsstadt Stettin, nach 1945 dominierte die Landwirtschaft. Mit der Bodenreform veränderte sich die stark durch Gutshöfe geprägte Agrar- und Sozialstruktur. Der wirtschaftlichen Strukturschwäche in den nordöstlichen Regionen begegnete die DDR mit forciertem Auf- und Ausbau der Industrie. Nach 1990 führten der Rückgang der Industrie und die Technisierung der Landwirtschaft zum Abbau vieler Arbeitsplätze und zum Wegzug von Menschen. Von 1990 bis 2013 hat Glasow 44 Prozent und Krackow 28 Prozent an Einwohnern verloren. 

… zurück in den suburbanen Raum

Wettbewerbsfähige Agrarbetriebe prägen heute die Dörfer. Auch einer der größten Biogas-Energiebetriebe Europas hat sich hier angesiedelt. Von 1.737 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Locknitz-Penkun arbeiten 18 Prozent in Landwirtschaft, Forst und Fischerei, 23 Prozent im produzierenden Gewerbe; die meisten sind im Dienstleistungsbereich tätig. An dieser Entwicklung haben die autobahnnahen Gewerbegebiete in Krackow entscheidenden Anteil. Preiswerte Wohnimmobilien und die Verbesserung der Verkehrswege tragen wesentlich zur Belebung der Dörfer bei. Noch stärker dürfte der langfristige Einfluss sein, der durch das Wachstum von Szczecin, dem früheren Stettin, ausgeht. Polnische Bürger haben in der Region Häuser übernommen, renoviert oder neue Wohnhäuser gebaut.

Auf einen Blick
Die Gemeinden Glasow und Krackow liegen in Mecklenburg-Vorpommern
Glasow hat 160 Einwohner (Stand 2013) und zwei Ortsteile, Krackow hat 674 Einwohner und sechs Ortsteile
Arzt, Rettungsstützpunkt, Kindergarten, Supermarkt, mobile Lebensmittelangebote