Gerhardshofen

Portrait

Von Armut und Bevölkerungsrückgang …

In der damaligen industriearmen Landschaft außerhalb der Industriestädte Nürnberg und Fürth war die Entwicklung der Gemeinde durch Armut und Bevölkerungsrückgang geprägt. Die Hälfte der Einwohner lebte zu Beginn der 1950er-Jahre von Landwirtschaft und Karpfenzucht, 25 Prozent waren in Industrie und Handwerk beschäftigt. Trotz einer über lange Zeit bestehenden Anbindung an die Eisenbahn herrschte Abwanderung vor. 

… zu Wachstum und Aufschwung

In sich ändernden Entwicklungsvoraussetzungen erfolgten als Reaktion auf die Bevölkerungsabnahme die Ausweisung einer Wochenendsiedlung (später wurde eine Dauersiedlung daraus) und eines Gewerbegebietes Anfang der 1970er-Jahre; auch neue Baugebiete wurden erschlossen. Als Reaktion auf dieses Bemühen stieg die Einwohnerzahl von 1.276 im Jahr 1970 auf 2.574 im Jahr 2008. Das Zusammenwirken mit Nachbargemeinden und die Beteiligung an Entwicklungsprogrammen veränderte die Wirtschaftsstruktur drastisch. Im Zuge dieses Prozesses haben sich überregional und international operierende Unternehmen angesiedelt. Infolge des Entwicklungsprozesses spielen Landwirtschaft und Karpfenzucht als Erwerbsgrundlage nur noch eine geringe Rolle. 2015 sind die Hauptorte an eine leistungsfähige Breitbandversorgung angeschlossen worden,  2016 sollen die restlichen Ortsteile folgen.

Auf einen Blick
Gemeinde mit 13 Ortsteilen in Bayern
2.499 Einwohner (Stand 2013)
Schule, Mehrzweckhalle, Kindergarten mit Krippe, Nahversorgungsangebote