Emissionsinventare: Buchhaltung für den Klimaschutz

Dossier

Treibhausgase sieht man nicht, aber wir können sie erfassen. (© Michael Welling)

Als Vertragsstaat internationaler Abkommen zu Klimaschutz und Luftreinhaltung ist es das erklärte Ziel Deutschlands, den Ausstoß an klimaschädlichen Gasen (Treibhausgase) und Luftschadstoffen zu reduzieren. Wissenschaftliche Bestandsaufnahmen liefern die notwendigen Daten.


Im NIR (Nationaler Inventarbericht Treibhausgase) und IIR (Nationaler Inventarbericht Luftschadstoffe) veröffentlicht das Umweltbundesamt jährlich aktuelle Daten zur gesamten deutschen Emissionssituation. Für die Bereiche Landwirtschaft, Forstwirtschaft und andere Landnutzung erstellt das Thünen-Institut die nationalen Emissionsinventare im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Berichtet werden die Treibhausgase Kohlendioxid (CO2), Lachgas (N2O) und Methan (CH4) sowie die Luftschadstoffe Ammoniak (NH3), Stickoxide (NOx), flüchtige organische Verbindungen (NMVOC) und Stäube.

Die wissenschaftlichen Bestandsaufnahmen des Thünen-Instituts geben Auskunft über Quellen und Senken für Treibhausgase bzw. Luftschadstoffe. Hauptverursacher der Emissionen sowie kritische Regionen werden darin identifiziert und die zugrunde liegenden Prozesse untersucht.

Emissionsinventare dokumentieren die Entwicklung der Emissionssituation über die Zeit. Mit ihnen lässt sich überprüfen, wie wirksam Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Luftreinhaltung sind, und sie ermöglichen die Kontrolle international eingegangener Reduktionsverpflichtungen.