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Thünen-Doktorand erhält Preis für die beste Präsentation eines Nachwuchswissenschaftlers in der politikberatenden Forschung

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Auf einer Fachkonferenz für Ökosystemmodellierung in Barcelona wurde Moritz Stäbler vom Thünen-Institut für Seefischerei für seine Arbeiten zur Entwicklung nachhaltiger Fischereiszenarien für die südliche Nordsee geehrt

Moritz Stäbler bei der Preisverleihung (© Jeroen Steenbeek)

Um die Fischereipolitik Optionen aufzuzeigen, wie hohe Erträge erzielt werden können ohne den Zustand des Ökosystems über Gebühr zu schädigen, haben Moritz Stäbler, Dr. Alexander Kempf und Kollegen der Universität Hamburg und aus den Niederlanden ein Ökosystemmodell der südlichen Nordsee parametrisiert. In diesem Modell werden das Nahrungsnetz und die wichtigsten Fischereien simuliert. Verschiedene Flotten stellen hier vor allem Nordseekrabben und Plattfischen nach und sind dabei sowohl durch Beifänge anderer Arten als auch durch Interaktionen im Nahrungsnetz mit einander verknüpft.

Bei der  „Ecopath 30 years“ Konferenz in Barcelona im November 2014, die das 30-jährige Bestehen des auch von Stäbler und Kempf verfolgten Modellierungsansatzes „Ecopath with Ecosim“ zum Anlass hatte, präsentierte der Preisträger potentielle Managementszenarien, welche zu vergleichsweise hohen Erträgen für alle beteiligten Fischereien führen könnten, ohne dabei das Ökosystem zu gefährden. Er wies jedoch auch darauf hin, dass Kompromisse wohl unumgänglich sein werden, wenn zugleich auch Naturschutzziele umgesetzt werden sollen.