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GIS Add-In für eine Raumplanung mit Aquakultur am Thünen-Institut für Seefischerei entwickelt

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Um qualitativ hochwertige Meeresflächen für die Aquakultur auszuweisen, haben unsere Wissenschaftler ein Geographic Information System (GIS)-basiertes Planungstool entwickelt.

www.aquaspace-h2020.eu (© www.aquaspace-h2020.eu)

Durch die EU-weite Ausweisung von Aquakulturflächen sollen Ernährungssicherheit sowie zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten gewährleistet werden. Um qualitativ hochwertige Meeresflächen für Aquakultur auszuweisen haben Wissenschaftler am Thünen-Institut für Seefischerei ein Geographic Information System (GIS)-basiertes Planungstool entwickelt, welches erstmals eine flächentreue Kosten-Nutzen-Bewertung von Raumplanungsoptionen mit neuen Aquakulturstandorten erlaubt.

Insgesamt 30 intersektoriale, ökologische, ökonomische und sozio-kulturelle Indikatoren können anhand des AquaSpace-Tools analysiert werden. Eine Trade-Off Analyse qualitativ hochwertiger Meeresflächen für die Aquakultur in der Nordsee ergab beispielsweise, dass durchaus Areale zur Verfügung stehen, die zugleich ein geringes Risiko für sektorspezifische Konflikte maritimer Aktivitäten, Umweltbelastungen durch eine Ausbreitung von Krankheiten oder einen negativen sozio-kulturellen Einfluss auf Erholungsgebiete bergen und trotzdem einen vergleichsweise hohen ökonomischen Vorteil gegenüber anderen Flächen bieten. Zudem konnte gezeigt werden, dass sich Konfliktpotenziale, welche durch marine Raumplanungsoptionen entstehen oder intensiviert werden können, durch räumliche Synergien reduziert oder gar ganz vermieden werden können.

Eine breitere Anwendung des Tools wird momentan in verschiedensten europäischen Fallstudien wie Spanien, Italien, Schottland und Deutschland getestet.

Ihre Fragen zu diesem Thema richten Sie bitte an Dr. Antje Gimpel.