Mehr Daten für mehr Arten: Mehrarten-Modelle

Expertise

Wer frisst wen? (© Thünen-Institut/SF)

Bislang hat sich die Fischereiwissenschaft darauf konzentriert, wie sich einzelne Bestände entwickeln. Je mehr sich die genutzten Ressourcen erholen, desto deutlicher wird aber, dass Fischarten in einem Ökosystem interagieren: Sie fressen sich gegenseitig oder konkurrieren um Nahrung und Platz. Dies hat zur Folge, dass sich die Zielwerte für eine maximale, nachhaltige Nutzung einzelner Bestände drastisch ändern können, wenn man mehrere Arten gemeinsam betrachtet. Die hierfür nötigen Modelle müssen entwickelt und getestet werden, vor allem aber müssen viele zusätzliche Eingangsdaten – „Wer frisst wen wo?“ – erhoben werden, die bisher entbehrlich waren.

Wir werden uns bei diesen komplexen Aufgaben in den nächsten Jahren noch intensiver engagieren, denn wir wollen fundierte Empfehlungen dafür geben, wie sich Bestände optimal nutzen lassen.