Wenn Medien uns fragen...

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Ende 2014 erregte ein Artikel aus dem Thünen-Magazin "Wissenschaft erleben" großes Medieninteresse – und das zugehörige Video aus dem Rostocker Institut für Ostseefischerei fand sich auf vielen Webseiten wieder. Thema: Wissenschaftler erfinden ein intelligentes Schleppnetz, das Fische nicht nur wie üblich nach Größe, sondern nach Fischarten selektiert.

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FRESWIND: Ein Netz lernt unterscheiden

"Freswind" surft die Medienwelle

Schon im Januar 2015 reagierten das "Hamburger Abendblatt" und "Die Welt" mit einem Artikel von Angelika Hillmer auf den Bericht zum "Flatfish Rigid EScape WINDows"-System in "Wissenschaft erleben". Das Greenpeace Magazin folgte.

Anfang Februar konnten wir der Öffentlichkeit mitteilen, dass FRESWIND vom WWF der "Smart Gear"-Preis zuerkannt wurde. Die Aufmerksamkeit wuchs noch stärker. Daniel Stepputtis war als Interviewpartner bei der "Süddeutschen Zeitung" gefragt, Juan Santos beim "Tagesspiegel". Regionalblätter und die Fachpresse – unter anderem das Anglermagazin Fisch & Fang – berichteten, Lutz Reidt holte für den NDR und für Deutschlandradio Kultur Daniel Stepputtis vors Mikrophon, für den Deutschlandfunk tat das Michael Engel. Seinen Beitrag sendete auch der SWR in noch ausführlicherer Form.

"Wir haben es geschafft, die Fänge von Plattfischen, um über 60 Prozent zu reduzieren. Das ist ein tolles Ergebnis, ein großer Schritt vorwärts. Wir haben auch den Fang kleiner untermaßiger Dorsche um 25 Prozent reduziert", konnte der Rostocker Forscher bilanzieren.

Eine Skizze vom Aufbau des Netzes mit den einzelnen Erklärungen siehe Bildunterschrift.
Funktionsweise des FRESWIND-Netzes: Im Netzbeutel ankommende Fische (1) werden durch die Leiteinrichtung (2) dazu gebracht, zur Seite zu schwimmen. Plattfische und kleine Dorsche können so durch die Fluchtgitter entkommen (3). Große Dorsche und sehr dicke Plattfische werden nach hinten durchgeleitet (4). Im hintersten Netzteil besteht für kleinere Dorsche erneut die Möglichkeit zu entkommen (5). (© Thünen-Institut/OF)

Eine Weiterentwicklung des FRESWIND-Netzes, den Flatfish Excluder (Plattfisch-Ausgrenzer), stellte das 3sat-Magazin nano am 4. Mai 2015 vor: Thünen-Wissenschaftler testeten das Netz erfolgreich auf einer Fahrt mit dem Forschungsschiff Solea: Durch einen unten angebrachten „Notausgang“ können Plattfische entkommen, während Dorsche gefangen werden. Der neue Netztyp ist in der Praxis leichter handhabbar als der Vorgänger.