Wälder - divers und "bio"

Dossier

Leben im Totholz: Unablässig wandelt sich der Wald (© Thünen-Institut/Immo Sennewald)

Wälder gelten gemeinhin als naturnaheste aller Landnutzungen: Langlebig, in sich reich strukturiert, großflächig ausgedehnt. Der Mythos „Urwald“ trägt ein Übriges zur verklärenden Sicht auf Wälder bei. Vollerntemaschinen, Kahlschläge, Monokulturen stehen – zumindest auf den ersten Blick – diesem Ideal eines hoch sensiblen und hoch diversen Waldes gegenüber. Eine nüchterne, naturwissenschaftlich fundierte Bestandsaufnahme der Vielfalt in Wäldern ist angebracht; sie muss raumzeitliche Strukturen und Störungsmuster ebenso berücksichtigen wie populationsbiologische Prozesse. Unsere Forschung zielt darauf ab, im Thünen-Institut schon existierende Monitoringverfahren

  • Bundeswaldinventur (BWI)
  • Boden- und Waldzustandserhebung (Level-I-Monitoring)
  • Intensives Forstliches Monitoring (Level-II-Monitoring)

nicht nur untereinander, sondern auch mit Ansätzen abzugleichen, die auf Ökosysteme im offenen Land angewandt werden – und sie gemeinsam weiterzuentwickeln.

Unsere Arbeit fließt in das Internationale Kooperationsprogramm zur Erfassung von Luftschadstoffeffekten in Wäldern (ICP Forests) ein, das wir auch koordinieren.