Institut für

Seefischerei

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Meeresökosysteme

Fangzusammensetzung einer 2 m-Kurre. (© Thünen-Institut)

Wie verändern sich marine Ökosysteme unter dem Einfluss klimatischer Änderungen und gleichzeitiger Nutzung durch den Menschen? Welche Auswirkungen hat Fischerei auf die Integrität der Lebensräume? Wie werden sich Funktionen und Leistungen der Ökosysteme zukünftig ändern? Der Arbeitsbereich Meeresökosysteme untersucht die Struktur und Funktion mariner Ökosysteme, um dadurch Auswirkungen des Klimawandels und menschlicher Nutzungsformen auf Schlüsselkomponenten und Habitate abzubilden. Ein unerlässliches Element dieser Forschung ist die Unterscheidung zwischen natürlicher Variabilität, langfristigen Trends und anthropogenem Einfluss.

Neben Prozessuntersuchungen und Experimenten bilden Langzeitdaten eine wesentliche Komponente zur Bewertung von Trends und Änderungen. Dazu führen wir umfangreiche Surveyaktivitäten durch und beteiligen uns an internationalen Forschungsprojekten und langfristigen Monitoringprogrammen unter anderem im Rahmen des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES). In sogenannten 'Szenarien vor der Haustür' sollen diese insbesondere für das Wattenmeer und die Deutsche Bucht untersucht werden. Historische Datenserien des Instituts reichen für den Nordatlantik bis 1960 zurück, für die Nordsee sogar bis ins Jahr 1902.

Methodische Schwerpunkte bilden die Analyse von Langzeitdaten, Entwicklung von Indikatoren zur Biodiversität und zu Interaktionen in Nahrungsnetzen sowie populationsdynamische und physiologische Studien an Schlüsselorganismen, wie z.B. der Nordseegarnele Crangon crangon. Zur Quantifizierung des anthropogenen Einflusses nutzen wir zusätzlich Fischerei- und Satellitendaten in Verbindung mit umfangreichen Prozessstudien und Klimamodellen.

 

 

Ansprechpartner

Dr. Heino Fock

Projekte

Netztrommel (© Thünen-Institut/C. Waitkus)