Institut für

Seefischerei

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Wencke Griemsmann
Institut für Seefischerei

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Integrierte Meeresnutzungskonzepte

Fischerei, Offshore Energiegewinnung, Naturschutz, Schifffahrt aber auch Forschung: Immer mehr Akteure konkurrieren darum, den knappen küstennahen Bereich der Meere zu nutzen. Wie sind diese vielfältigen Ansprüche möglichst konfliktarm, aber auch mit nachhaltiger Ressourcennutzung und dem Schutz der Meeresumwelt zu vereinbaren?

Unsere Hauptmotivation im Arbeitsbereich Integrierte Meeresnutzungskonzepte ist die Frage nach einer nachhaltigen Nutzung des Meeresraumes sowie nach der Vereinbarkeit der zunehmenden, vielfältigen Nutzungsansprüche untereinander bzw. mit den Zielen nachhaltiger Ressourcennutzung und des Meeresumwelt- und Naturschutzes. Im ersten Schritt analysieren und beschreiben wir die Interaktionen der räumlichen und zeitlichen Dynamik der lebenden Ressourcen und der menschlichen Aktivitäten, wie z.B. der Fischerei. So lassen sich anthropogene Belastungen auf wichtige Komponenten der Ökosysteme quantifizieren und wir können sie anschließend in der Entwicklung von räumlichen Managementszenarien berücksichtigen. Das zweite Kernziel des Arbeitsbereiches ist die Entwicklung und Berechnung von Indikatoren, z.B. für die Umsetzung der Meeresstrategie Rahmenrichtlinie (MSRL), aber auch als grundsätzliches Werkzeug zur Bewertung des Zustands von Ökosystemkomponenten und zur Steuerung menschlicher Aktivitäten.

Wir entwickeln und verwenden umfassende theoretische Konzepte zur Evaluierung von Managementmaßnahmen, statistische Verteilungsmodelle für wichtige Ökosystemkomponenten, wahrscheinlichkeitsbasierte Modelle zur Risikoanalyse von Managementszenarien, geografische Informationssysteme und Zeitreihenanalysen. Letztgenannte dienen uns als Grundlage, um Ziele und Grenzen für den „Guten Umweltzustand“ der Meeresökosysteme zu definieren, die zusammenfassend unter der MSRL bewertet werden müssen. Da es sich bis weit über die nationalen Grenzen hinaus auswirken kann, wenn menschliche Nutzungen, wie die Fischerei, räumlich reguliert werden, kooperieren wir eng mit anderen nationalen wie internationalen Forschungseinrichtungen und Behörden.

Ansprechpartnerin

Dr. Vanessa Stelzenmüller

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Projekte

Auftriebskörper (© Thünen-Institut/C. Waitkus)