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Thünen-Doktorandin erhält Forschungspreis

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Unsere Kollegin Sabrina Duncan erhielt für ihre Masterarbeit in München den "Forschungspreis für exzellente Studierende"

(© J. Cubillos)

Unsere Doktorandin Sabrina Duncan war vor kurzem zu Besuch an der Ludwig-Maximilians-Universität von München (LMU) um ihre Forschungsergebnisse aus ihrer Masterarbeit vorzustellen und gleichzeitig den „Forschungspreis für exzellente Studierende“ für ihre Arbeit „Zooplankton biomass and stoichiometry in Bavarian pre-alpine lakes and their influence on whitefish (Coregonus sp.) growth.“ entgegenzunehmen.

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Menge an Nährstoffen wie Phosphor und Stickstoff in einigen bayerischen Seen verändert. Der Phosphorgehalt wurde gezielt reduziert um den natürlichen oligotrophen (nährstoffarmen) Zustand wiederherzustellen. Lokale Fischer berichteten, dass die Größe der Coregonen (Coregonus sp., u.a. auch Maränen, Renken oder Felchen genannt) in den verschiedenen bayerischen Seen sehr variabel sei. Daher war ein Ziel dieses Projektes der Universität München in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Umwelt und der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, Referenzwerte vom Nährstoffgehalt von 11 unterschiedlichen Seen zu bekommen und den Einfluss des Nährstoffgehalts auf die Größe und das Wachstum der Coregonen zu untersuchen.

In ihrer Masterarbeit untersuchte Sabrina den Einfluss von Nährstoffen und der Zusammensetzung der Zooplanktongemeinschaft auf die Größe und das Wachstum der Coregonen. In Zusammenarbeit mit der Universität München und lokalen bayerischen Fischern sammelte sie Zooplanktonproben und beprobte die Coregonen um einerseits die Zooplanktongemeinschaften in Seen mit verschiedenen Nährstoffgehalten und unterschiedlich intensivem menschlichem Einfluss zu vergleichen und andererseits die Mageninhalte der Fische zu vergleichen und den Einfluss der Nahrungszusammensetzung auf die Fischgröße zu untersuchen. Da sich Unterschiede in der Zooplanktonzusammensetzung und in der Nahrungszusammensetzung und Größe der Fische in den verschiedenen Seen nachweisen ließen, nahm Sabrina teil am „Lehre@lmu“-Programm, welches Projekte von Studierenden fördert. Hierbei verglich sie die Qualität der wichtigsten Zooplanktongruppen der verschiedenen Seen um herauszubekommen, ob nicht nur die Zusammensetzung des Planktons, sondern auch die Beutequalität einen Einfluss auf die Coregonengröße hat. Die Analyse zeigte, dass sich die Qualität des häufig gefressenen Zooplanktons (gemessen in Biomasse und chemischer Zusammensetzung), wie z.B. Daphnia longispina in jedem See unterschied und Sabrina konnte nachweisen, dass verbesserte Zooplanktonqualität zu größeren Coregonen führte.

Jedes Jahr werden die „Lehre@lmu“-Berichte aller Fakultäten der Universität München gesammelt und 12 Auszeichnungen an die Gewinner während der jährlich stattfindenden „Lehre@lmu“-Zeremonie vergeben. Wir sind sehr stolz auf unsere Kollegin, dass Sie diesen Preis entgegennehmen durfte.

Wenn Sie Fragen zu ihrer Arbeit haben, richten Sie diese bitte direkt an Sabrina Duncan.