Institut für

Marktanalyse

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Internationaler Agrarhandel - Welternährung

Treffen mit afrikanischen Partnern (© Thünen-Institut / Marktanalyse)

Heute verglichen mit 1960 wird weltweit die dreifache Menge von Agrarprodukten erzeugt aber die sechsfache gehandelt. Was treibt diese Entwicklung? Welchen Beitrag leistet der internationale Agrarhandel hierbei zur Ernährungssicherung, global und regional?

Die deutsche und europäische Landwirtschaft ist durch den internationalen Handel immer stärker in Weltmärkte eingebunden. Zu dieser Entwicklung tragen Handelsabkommen zwischen einzelnen oder mehreren Staaten oder Regionen bei. Mit unseren Analysen möglicher Folgen von Handelsabkommen leisten wir einen Beitrag zur öffentlichen Debatte, bei der z.B. die einen mit dem Abbau von Handelsbarrieren ein erweitertes Angebot und günstigere Bezugsmöglichkeiten für Konsumenten verbinden, andere hingegen mit einer Öffnung heimischer Märkte den Ausverkauf sozialer und gesundheitlicher Standards befürchten.

Grundlage für unsere Analysen sind Kenntnisse aus den beobachteten Zusammenhängen des Angebotes an Agrargütern, der Nachfrage nach Nahrungsmitteln, den internationalen Handelsbeziehungen sowie der Preisbildung auf den Regionalmärkten. Diese fließen in modellgestützte Analysen ein.

Quantitative Analysen zur Entwicklung des Agrarhandels und die Möglichkeit, durch Agrarhandel akuten regionalen Mangel an Grundnahrungsmitteln auszugleichen, sind der Brückenschlag zur ‚Welternährung‘, dem zweiten Schwerpunkt unseres Arbeitsgebietes. In Zusammenarbeit mit Kollegen in Entwicklungsländern untersuchen wir, wie der politische und strukturelle Rahmen für Landwirtschaft und Handel  so ausgestaltet werden kann, dass er die Einkommens- und Ernährungssituation in diesen Ländern verbessern hilft. Wir untersuchen darüber hinaus mit europäischen Kollegen, wie der Klimawandel die Leistungsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft beeinflusst, Nahrungsmittel in andere Weltregionen zu liefern.

Das Thünen-Institut für Marktanalyse fungiert beim Thema Welternährung als „erster Ansprechpartner“ des BMEL.