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„Förderpreis der Fleischwirtschaft“

Großartige Auszeichnung für Annika Thies und Rebecca Derstappen: Beide wurden während des Deutschen Fleisch-Kongresses in Mainz mit dem „Förderpreis der Fleischwirtschaft“ ausgezeichnet.

Die Themen Fleischverzehr sowie Exportchancen von Tierwohlfleisch sind die zentralen Forschungsschwerpunkte von Annika Thies und Rebecca Derstappen vom Thünen-Institut für Marktanalyse. Vor dem Hintergrund eines hohen Fleischverzehrs mit wohl erheblichen negativen Effekten auf die Umwelt, Tierwohl und die menschliche Gesundheit, stehen Fragen zur Höhe des aktuellen Fleischverzehrs pro Kopf und mögliche Ansätze zur Reduktion im Zentrum der Forschungen von Annika Thies. Dabei schlägt Frau Thies vor, durch einen Instrumentenmix, der ein individuelles Produktsortiment sowohl mit gezielten Kennzeichnungs- und Kommunikationskampagnen als auch Preismaßnahmen kombiniert, sowie durch die Veränderung der Ernährungsumgebung, die Fleischnachfrage zu beeinflussen. Dagegen legt Rebecca Derstappen den Fokus auf die Exportchancen von Schweinefleisch, welches unter höheren Tierwohlstandards produziert wurde, für vier Zielmärkte (Italien, Polen, Japan, Südkorea). Erste Erkenntnisse weisen darauf hin, dass der alleinige Aspekt Tierwohl in den Untersuchungsländern eine eher untergeordnete Rolle spielt. Dem könnte jedoch entgegengewirkt werden, indem Tierwohl als ein besonderes Merkmal für Fleischqualität definiert und somit für die Verbraucher*innen deutlich greifbarer wird. Für ihre intensive Bearbeitung des Themengebietes Fleisch wurden sie nun mit dem „Förderpreis der Fleischwirtschaft“ ausgezeichnet. Der Preis, mit dem Nachwuchskräfte in der Branche gefördert werden, wurde zum neunten Mal in Folge von der dfv Conference Group und den Zeitschriften afz - allgemeine fleischer zeitung und Fleischwirtschaft in den Kategorien Handwerk, Industrie und Wissenschaft vergeben.

Während der Preisverleihung präsentierten die beiden Wissenschaftlerinnen ihre top-aktuellen Themen zur Fleischbranche in einem Video unterstrichen darin Relevanz und Brisanz ihrer Forschungsarbeiten. Die Bewerbungen der beiden Thünen-Wissenschaftlerinnen hat die Jurymitglieder derart überzeugt, dass sie neben dem eigentlichen Förderpreis zusätzlich mit einem Stipendium für einen mehrmonatigen Forschungsaufenthalt in Südkorea ausgezeichnet wurden.

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