Thünen-Kompetenzzentrum Holzherkünfte

Das Kompetenzzentrum bündelt die fachliche Expertise von drei Thünen-Instituten.


Regal gefüllt mit verschieden Holzproben

Thünen-Institut für Holzforschung

Das Institut unterhält eine der größten wissenschaftlichen Holzsammlungen der Welt mit Mustern von rund 12.000 Baumarten und 50.000 mikroskopischen Präparaten. Sie dienen als Referenzmaterial zur makroskopischen (per Lupe) und/oder mikroskopischen Bestimmung von eingesandten Holzproben. Auch Holzkohle kann auf diese Weise untersucht werden. Ferner dienen die Holzmuster als Referenz zum Aufbau einer genetischen Datenbank.

Der Kopf hinter der Thematik


Ein genetischer Fingerabdruck eines Holzes

Thünen-Institut für Forstgenetik

Das Institut entwickelt genetische Barcodes zur Kontrolle der Baumart und erarbeitet genetische Referenzkarten zur Überprüfung der geographischen Herkunft des Holzes. Neben diesen beiden Werkzeugen zur genetischen Art- und Herkunftskontrolle werden mit Hilfe von genetischen Fingerabdrücken Verfahren angeboten, mit denen sich wertvolle Bäume individuell entlang der Verarbeitungs- und Transportkette fälschungssicher rückverfolgen lassen. 

Der Kopf hinter der Thematik


Zwei Mitarbeiter messen den Baumstammumfang an einem tropischen Baum

Thünen-Institut für Internationale Waldwirtschaft und Forstökonomie

Das Institut überprüft forstliche Zertifizierungssysteme und entwickelt sie weiter. Dabei prüft es die Gleichwertigkeit von Zertifizierungssystemen mit den etablierten Systemen PEFC und FSC im Rahmen der öffentlichen Beschaffung von Holzprodukten. Es bietet die Überprüfung von Legalitätsdokumenten an und berät Marktteilnehmer, die erstmals Holz/Holzprodukte in der EU in Verkehr bringen. Das Institut untersucht die Umsetzung der Gesetzeslage in Deutschland und den daraus entstehenden Aufwand für deutsche Unternehmen. Dabei werden Änderungen der Beschaffungsvorgänge und Verschiebungen der Beschaffungsmärkte ermittelt. Durch die Analyse der internationalen Handelsströme wird untersucht, ob und in welchem Umfang Handelsströme in Länder mit geringeren Umweltstandards umgeleitet werden und damit das Ziel, illegalen Holzeinschlag zu unterbinden, unterlaufen wird.

Die Köpfe hinter der Thematik