Fernerkundung am Thünen-Institut

Weltraumsatellit umkreist die Erde

Die institutsübergreifende Arbeitsgruppe „Fernerkundung“ wurde 2017 gegründet, um das Potenzial von Fernerkundung in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft auszuloten.

Ziel ist es, auf der Grundlage von Fernerkundungsdaten agrar- und forstpolitische Folgenabschätzungen zu verbessern und damit die Politikberatung am Thünen-Institut zu unterstützen – sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene.

Bisher hatten frei verfügbare Fernerkundungsdaten eine zu geringe Auflösung. Daher waren sowohl in Deutschland als auch innerhalb der EU nur von eingeschränktem Mehrwert für die Beschreibung und Analyse der Landnutzung. Seit 2015 stellt das europäische Erdbeobachtungsprogramm „Copernicus“ Fernerkundungsdaten mit einer hohen räumlichen und zeitlichen Auflösung bereit. Diese neue Qualität der Daten bietet die Möglichkeit, Landnutzung und Landnutzungsstruktur deutschlandweit hochaktuell und schlaggenau abzubilden.

Diese Fernerkundungsdaten können helfen, die Intensität der Landnutzung und deren räumliche Verteilung (Landnutzungsstruktur) besser zu erklären und Fragen des abiotischen Ressourcenschutzes sowie Fragen der Verteilung und Entwicklung der biologischen Vielfalt besser zu beantworten. Ein monatliches Kolloquium verstärkt die Zusammenarbeit mit dem Julius Kühn-Institut (JKI) - Forschungszentrum für landwirtschaftliche Fernerkundung (FLF), der TU Berlin, der Universität in Würzburg/Halle und der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg sowie weiteren Partnern.