Walther Herwig III, 437. Reise

Dauer:  16. Juli bis 14. August 2020

Fahrtgebiet:  Nordsee; Deutsche Bucht

Zweck der Reise:  Monitoring der Bodenfische und des Benthos in der Nordsee (IBTS und GSBTS)

Die Reise ist der deutsche Anteil des Internationalen Bottom Trawl Survey (IBTS Q3) in der Nordsee. Weiterhin umfasst das Fahrtprogramm die Beprobung von mehreren Standard-Untersuchungsgebieten („Boxen“) in der mittleren und nördlichen Nordsee im Rahmen des German Small-scale Bottom Trawl Survey (GSBTS).

Der IBTS dient der Untersuchung der Bodenfischbestände. Nordseeweit werden standardisierte Grundschleppnetzfänge mit einem hoch stauenden Scherbrettnetz vom Typ GOV auf adulte und juvenile Fische durchgeführt, um Daten zur Berechnung von Bestands-Indices für kommerzielle und nichtkommerzielle Arten zu erheben. Der räumliche Schwerpunkt des deutschen Anteils liegt in der Deutschen Bucht.

Der GSBTS beprobt mit demselben Fanggerät kleinräumig die Bodenfischgemeinschaften. Parallel werden das Epibenthos (mittels 2m-Baumkurre), Infauna (per van Veen-Greifer) und Sedimente untersucht sowie hydrographische und meereschemische Parameter erfasst. Zeitreihenanalysen über mehrere Dekaden der Surveydauer dienen der Quantifizierung langfristiger Veränderung in den Faunengemeinschaften, insbesondere im Zusammenhang mit klimatischem Wandel und anderen menschlichen Einflüssen.

Während des Surveys werden ausgewählte Arten auf Mageninhalte untersucht. Auf ausgewählten Stationen der Reise sind Planktonnetzproben geplant, um räumliche Daten zur Verteilung von Meroplankton zu gewinnen und um zu einer internationalen Studie zur Verteilung von Fischlarven (Sprotte, Sardine) beizutragen.

Ein See-Tagebuch informiert über den Verlauf der Reise.

Wissenschaftliche Fahrtleitung: