Eberswalder Campus Kolloquium 5 KW

Veranstaltung

Autor: Tobias Schad (TI)

Ort: HNE, Haus 11, Hörsaal 2, Raum 11/015 (Erdgeschoss rechts)

 

Thema: Ozonmonitoring unter der neuen europäischen NEC-Richtlinie

 

 

(© )

Die NEC -Richtlinie 2016/2284 der Europäischen Union (EU) ist eine Richtlinie zur Reduktion nationaler Emissionen bestimmter Luftschadstoffe. Dies beinhaltet die Überwachung der Auswirkungen der Luftschadstoffe, unter anderem Ozon, und die Berichterstattung der Mitgliedsstaaten. Dabei steht es im Vordergrund bestehende Strukturen zu verwenden, weswegen das lufthygienische Messnetz der Bundesländer und die Level-II-Flächen des intensiven Forstmonitorings in Frage kommen.

Ozon hat eine vielfältige, schädliche Wirkung Pflanzen. Dies schließt visuelle Schäden, aber auch physiologische Auswirkungen mit ein. So können sich hohe Ozonkonzentrationen zum Beispiel negativ auf den Zuwachs auswirken. Mit Hilfe der phytotoxischen Ozondosis (POD) kann eine Abschätzung des Risikos durch Ozon getroffen werden. Die POD kann mit Hilfe verschiedener Modelle berechnet werden, welche sich in ihrer Komplexität (u.a. Anzahl der Eingabeparameter) unterscheiden. Hierbei ist DO3SE das komplexeste und rFO3REST das einfachste Modell, dass zur Verfügung steht. Hierfür sind allerdings Stationen notwendig, die die nötigen Eingabeparameter zur Berechnung liefern können.

Die Verfügbarkeit dieser Parameter wurde für Stationen des lufthygienische Messnetz und der Level-II-Flächen überprüft. Da die Eingabeparameter in einer stündlichen Frequenz vorliegen müssen, wurde weiter ermittelt inwieweit aggregierte Ozondaten aus Passivsammlern disaggregiert werden können. Weiter wurden die Repräsentativität der vorherrschenden Ökosystemtypen für die übrig gebliebenen Messpunkte überprüft.

An 23% der verfügbaren Messstationen kann das komplexeste Modell (DO3SE) verwendet werden. An 78% das einfachste Modell (rFO3REST), da an den restlichen Messpunkten Eingabeparameter fehlen. Stündliche Ozonwerte lassen sich momentan nur ungenügend aus aggregierten Ozondaten ableiten. Allerdings ergibt sich, bezogen auf die Ökosystemtypen, dass die verfügbaren Messstationen eine gute Repräsentativität für Deutschland liefern.