Kinderbetreuung

Auf dem Thünen-Gelände in Braunschweig gibt es die Kita "Krümelkiste".


Mehr zur Kinderbetreuung am Standort Braunschweig und zum Thema Schule und Wohnen finden Sie auf "Braunschweig best choice".


CJD International School Braunschweig-Wolfsburg


Mehr zur Kinderbetreuung am Standort Hamburg finden Sie auf "Hamburg/Kitas".


Und mehr zur Kinderbetreuung am Standort Bremerhaven gibt es auf der Webseite der Stadt Bremerhaven.

Frauen in der Wissenschaft

Der 11. Februar ist der Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft. Die UN wirbt damit für einen geschlechtergerechten Zugang zu Wissenschaftskarrieren. Das Thünen-Institut unterstützt dieses Anliegen. Um die Gleichstellung von Frauen und Männern und die Familienfreundlichkeit im Betrieb voranzutreiben, beteiligen wir uns seit 2021 auch am „audit berufundfamilie“.

Auf dieser Seite geben sechs unserer 279 Wissenschaftlerinnen im Thünen-Institut Einblicke in ihre Arbeit. Die Beispiele sollen Mut machen für eine wissenschaftliche Karriere, über die zum Teil schwierigen Arbeitsbedingungen aber nicht hinwegtäuschen.

2 von 15: Institutsleiterinnen am Thünen-Institut

Hiltrud Nieberg (60) und Christina Umstätter (48) leiten zwei der 15 Fachinstitute am Thünen-Institut. Der Frauenanteil unter ihren Wissenschaftler*innen ist sehr unterschiedlich. Im Institut für Betriebswirtschaft, das Hiltrud Nieberg seit zwölf Jahren leitet, liegt er bei fast 50 Prozent. Im Institut für Agrartechnologie, das Christina Umstätter 2021 übernommen hat, gibt es nur zwei Frauen unter elf Wissenschaftler-Kollegen mit unbefristeten Stellen.

Landwirtschaft scheint nach wie vor Männersache zu sein. 36 Prozent der Beschäftigten in der deutschen Landwirtschaft sind laut Landwirtschaftszählung weiblich. Aber nur jeder neunte Betrieb wird von einer Frau geführt. Der tatsächlichen Rolle von Frauen in der Landwirtschaft werden die Zahlen der Agrarstatistik jedoch nicht gerecht. Das zeigen erste Ergebnisse der Studie zur Lebens- und Arbeitssituation von Frauen in der Landwirtschaft, die das Thünen-Institut und die Universität Göttingen gemeinsam durchführen.

In der Wissenschaft ergibt sich ein ähnliches Bild: Zwar studieren viele Frauen Agrarwissenschaften, der Anteil liegt ungefähr bei der Hälfte der Studierenden. Aber je höher die Position wird, desto weniger Frauen sind noch sichtbar. „Auch in landwirtschaftlichen Gremien dominieren die Männer, in Diskussionsveranstaltungen oder Meetings bin ich oft eine der ganz wenigen Frauen“, sagt Hiltrud Nieberg. Sie hat aber auch in Gremien wie der Zukunftskommission Landwirtschaft mitgewirkt und ist seit Jahren Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz beim BMEL – Gremien mit bereits nahezu paritätischer Besetzung.

Frauen in der Wissenschaft zu fördern bedeutet nach Ansicht von Hiltrud Nieberg und Christina Umstätter, dass man Frauen vor allem ermutigen muss, sich für eine Karriere in der Wissenschaft zu entscheiden und zu qualifizieren. „Frauen muss man viel mehr in ihrem Selbstbewusstsein fördern, sie zweifeln zu oft an ihren Fähigkeiten“, sagt Christina Umstätter, die sich mehr gestalterische Spielräume bei der Neubesetzung von Stellen wünscht. Das komme der Höherqualifizierung von Frauen zugute.

Beide Institutsleiterinnen sehen ihre eigene Position als wichtiges Vorbild. Ihre Botschaft an junge Wissenschaftlerinnen: „Traut euch, seid stets neugierig und lasst euch nicht von alten Rollenbildern abhalten, eure Ziele zu verfolgen.“