Projekt Q-Check: Förderbescheid übergeben

Dr. Maria Flachsbarth (mitte) überreicht die Förderbescheide für das Projekt Q-Check. Ganz links: Dr. Jan Brinkmann vom Thünen-Institut (© BLE)

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim BMEL Dr. Maria Flachsbarth hat in Bonn die Bewilligungsbescheide für das Projekt „Q-Check“ an das Projektkonsortium überreicht. Für das Thünen-Institut nahm Dr. Jan Brinkmann vom Institut für Ökologischen Landbau den Bescheid entgegen. Die Staatssekretärin würdigte bei der Übergabe die Bedeutung der Arbeit des Thünen-Instituts für das BMEL und dankte für die intensiven Arbeiten zum Thema Tierschutzindikatoren.

Tierschutzindikatoren sind am Tier feststellbare Merkmale, anhand derer auf das Wohlbefinden von Nutztieren geschlossen werden kann. Sie ermöglichen eine objektive Bewertung, denn Nutztieren kann es unter sehr verschiedenen Haltungsbedingungen gut gehen.

Im Projekt Q-Check werden aus bereits bestehenden Analyse- und Datenerfassungssystemen Indikatoren für Tiergesundheit so aufbereitet, dass sie für die betriebliche Eigenkontrolle, das tägliche Herdenmanagement und ein nationales Monitoring genutzt werden können. Verwendet werden Ergebnisse und Angaben aus den monatlichen Milchleistungsprüfungen, dem Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere, dem Qualitätsmanagementsystem Milch sowie aus der verpflichtenden Milchgüteprüfung. Die aufbereiteten Ergebnisse sollen den Landwirten monatlich mit den Ergebnissen der Milchleistungsprüfung verfügbar gemacht werden.

Damit wird ein System aufgebaut, das anhand von tierbezogenen Indikatoren Tiergesundheit für nahezu alle deutschen Milchkühe messbar macht. Je nach Auswertungstiefe werden 88-100 % aller bundesdeutschen Milchkühe erfasst. Diese Reichweite unterscheidet das Vorhaben von allen vergleichbaren Projekten im Milchviehbereich in Deutschland.

Koordiniert wird das Q-Check-Projekt vom Deutschen Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen (DLQ), weitere Partner neben dem Thünen-Institut sind die Ludwig Maximilian Universität München (LMU), die Hochschule Osnabrück (HO), die Vereinigten Informationssysteme Tierhaltung (vit) und das Landeskuratorium der Erzeugerringe für tierische Veredelung in Bayern.