Prognose: In Russland und der Ukraine boomt die Maisproduktion

Pressemitteilung

„agri benchmark“ Analysen auf russischer Getreidekonferenz

Das Bild zeigt Dr. Yelto Zimmer, Ökonom am Braunschweiger Thünen-Institut, auf der Konferenz „Getreide und Ölsaatenmärkte in der Schwarzmeerregion“
Dr. Yelto Zimmer auf der Konferenz „Getreide und Ölsaatenmärkte in der Schwarzmeerregion“ (© Thünen-Institut)

Russland und die Ukraine dürften in Zukunft vor allem im Mais wachsen – so das Fazit eines Vortrags von Dr. Yelto Zimmer, Koordinator des agri benchmark Cash Crop Netzwerks und Ökonom am Braunschweiger Thünen-Institut. Yelto Zimmer sprach auf Einladung der Russischen Getreide-Union auf der jährlich vom russischen Landwirtschaftsministerium und der Getreide-Union durchgeführten Konferenz „Getreide und Ölsaatenmärkte in der Schwarzmeerregion“.

Als wesentliche Treiber für die zu erwartende besonders positive Entwicklung der Maisproduktion in der Region nannte Zimmer folgende Faktoren: (1) Die Maiserträge sind beispielsweise in der zentralen Schwarzerde-Region schon heute 1 bis 1,5 t pro Hektar höher als bei Weizen. (2) Die Maiserträge sind in dieser Region in den vergangenen 10 Jahren um knapp 6 % pro Jahr gestiegen – und damit mehr als doppelt so stark wie beim Weizen. (3) Die Preise für Mais waren, anders als auf den Weltmärkten, mindestens genauso hoch wie die Weizenpreise. Diese Zahlen spiegeln sich auch in den betriebswirtschaftlichen Untersuchungen typischer agri benchmark Betriebe wider – der Vorteil von Mais gegenüber Weizen bewegte sich in den letzten Jahren zwischen 70 und 500 US-Dollar pro Hektar. Bei Getreidepreisen von 200 Dollar pro Tonne und einer Fortschreibung der bisherigen Ertragsentwicklung wird sich die Überlegenheit von Mais bei durchschnittlich 450 Dollar pro Hektar einpendeln. Damit, so Zimmer, entsteht ein massiver Anreiz, die Maisproduktion auszuweiten.


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