Genom der Weißtanne entschlüsselt

Die Weißtanne ist eine wichtige Baumart im Hinblick auf den Klimawandel. Um sie besser erforschen zu können, hat ein internationales Team unter Mitwirkung des Thünen-Instituts für Forstgenetik nun das Erbgut einer Tanne aus der Schweiz entschlüsselt.

Die erstmals sequenzierte Tanne steht in einem Wald in Birmensdorf in der Nähe von Zürich und ist ein eher unscheinbarer Vertreter seiner Art. (© Christian Rellstab/WSL)

„AA_WSL01“ steht in blauer Farbe auf einer unscheinbaren Tanne im Ramerenwald von Birmensdorf (Schweiz). Aus ihren Samen und Nadeln stammt die DNA für das erste entschlüsselte Weißtannen-Genom, also ihr vollständiges Erbgut.

Die Tanne ist weltweit erst die sechste Nadelbaumart, von der die Genomsequenz bekannt ist – keine geringe Herausforderung, da Nadelbäume ein enorm großes Erbgut mit vielen sich wiederholenden, ähnlichen DNA-Abschnitten besitzen. Das machte die Sequenzierung zu einem Kraftakt, der nur dank internationaler Zusammenarbeit möglich war. Insgesamt entzifferte das Forschungsteam 18 Milliarden Basenpaare – das sind sechsmal mehr als im menschlichen Genom vorkommen.

Die Weißtanne ist vor dem Hintergrund des Klimawandels besonders interessant, weil sie mit Wärme und Trockenheit besser zurechtkommt als die Fichte.

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