Institut für

Holzforschung

Ausbau der national und international führenden Stellung im Holzartennachweis durch Weiterentwicklung computergestützter Datenbanken und Erstellung eines „Faseratlas" zur Erkennung tropischer Hölzer in Zellstoffen und Papieren

Globale Veränderungen und Entwicklungen im internationalen Handel mit Holz und Holzprodukten erfordern nach der Europäischen Holzhandelsverordnung (EUTR) die genaue und zweifelsfreie Bestimmung individueller Hölzer, die das Institut mit Hilfe seiner wissenschaftlichen Holzsammlungen und Datenbanken für Behörden, Holzhandel, Verbände und Verbraucher durchführt.

Mit dem Inkrafttreten der EUTR hat die Anzahl der Anfragen, insbesondere ausländischer Behörden und Holzhandelsbetriebe, stark zugenommen. Für einige Holzprodukte, beispielsweise Papier und Faserplatten, fehlen bisher etablierte Methoden und Referenzen, die aktuell durch den Einsatz elektronenmikroskopischer Techniken (Fasermorphologie) und chemischer Analysen (Chemotaxonomie) entwickelt werden.

Um künftigen Anforderungen gerecht zu werden, sind die vorhandenen und neu erstellten Datenbanken zur Artenbestimmung kontinuierlich um neu auf den Markt kommende sogenannte „lesser known species“ zu erweitern. Über nationale und internationale Netzwerke werden aktualisierte Marktübersichten zu den gehandelten Holzarten erarbeitet und Behörden zur Verfügung gestellt. Das Schwerpunktthema ist eingebunden in das Thünen-Kompetenzzentrum „Holzherkünfte“ und in Deutschland zentrale Stelle für die Holzartenbestimmung auch in Holzprodukten.