Institut für

Holzforschung

Substitution von nicht nachwachsenden Rohstoffen für ökologisch optimierte Anwendungen

Destillate nach Hydrocracking von Pyrolyseöl (© Thünen-HF, Dietrich Meier)

Chemische Grundstoffe und herkömmliche Energieträger werden heute überwiegend aus fossilen Quellen gewonnen. Die Endlichkeit dieser Vorkommen und die mit deren Konversion in Zusammenhang gebrachten Klimaänderungen erfordern die Erkundung und Nutzung alternativer und nachhaltiger Rohstoffquellen.

Da die fossile Stoff- und Energiewirtschaft größtenteils auf der Nutzung flüssiger Rohstoffe basiert, sollten für deren Substitution und Einpassung in etablierte Prozesstechniken auch weiterhin flüssige Ausgangsstoffe eingesetzt werden. Biogene Materialien sind in der Regel jedoch Feststoffe, die sich erst durch Verflüssigungsverfahren, bzw. durch vorherige Kohlenstoffanreicherung, für die Chemie- und Energiewirtschaft erschließen lassen.

Unsere wissenschaftlichen und technischen MitarbeiterInnen sind daher an Verfahrensentwicklungen auf Basis biogener Edukte beteiligt, die sich überwiegend an etablierten Verflüssigungs- und Veredelungsprozessen der fossilen Rohstoffwirtschaft orientieren. Unsere Versuche erstrecken sich vom analytischen Maßstab bis hin zum Technikumsmaßstab.

In allen Prozessen wird zunächst Wärme für Reaktionen eingesetzt. Je nach dem Temperaturbereich, dem Umgebungsmilieu (Gase, Flüssigkeiten), den herrschenden Drücken und der Behandlungsdauer können diverse Konversionsprozesse und weiterführende Veredelungsmethoden untersucht werden. Darüber hinaus werden Edukte und Produkte mit hochspezialisierten Methoden untersucht, um die Verfahrensvarianten und die Güte der Produkte bewerten zu können.

Ansprechpartner:

 Dr. Jörn Appelt