Institut für

Fischereiökologie

Meeresumwelt

Gesunde Fische kann es nur in einer gesunden Meeresumwelt geben. Wir erforschen marine Ökosysteme und überwachen ihren Zustand auch im Hinblick auf eine nachhaltige Nutzung der lebenden Ressourcen. Unser Ziel ist es die kritische Belastung der Fische mit anthropogenen Schadstoffen frühzeitig zu erkennen und ihre Wirkung zu bewerten.  

Im gesetzlichen Auftrag messen wir die radioaktive Belastung von Meeresfischen und Fischnährtieren in Nord- und Ostsee und analysieren im Rahmen nationaler und internationaler Überwachungs­programme die Konzentrationen von organischen und anorganischen Schadstoffen in Meeresfischen. Parallel zu der chemi­schen Analytik untersuchen wir biologische Wirkungen von Schadstoffen und anderen Umwel­tstressoren auf den Gesundheitszustand von Meeresfischen. Dabei erfassen wir Veränderungen auf molekularer und zellulärer Ebene sowie, auf der Individuen- und Populationsebene, das Auftreten von Fischkrankheiten.

Unser Ziel ist eine integrierte Überwachung und Bewertung der Meeresumwelt, bei der chemi­sche und biologische Messungen Hand in Hand gehen. Wir bewerten  den Zustand der Meeresumwelt mit qualitativen Indikatoren und quantitativen Kriterien. Hier leisten wir wichtige Entwicklungsarbeit und erfüllen die Anforderungen einer zeitgemä­ßen Meeresüberwachung im Sinne der regionalen Meeresschutzkonventionen (OSPAR, HELCOM) und der EU Meeresstrategie-Rahmenrichtline.

Unsere Themen

Chemische Spurenanalytik

Gaschromatograph (Agilent) mit massenselektivem TOF-Detektor (Markes) (© Ulrike Kammann / Thünen Institut)

Kontaktpersonen

Aktuelles

Meeresumwelt Fischereiökologie Meere Meeresumweltüberwachung

Neuzugang im Labor

Aktuell

Neu im chemischen Labor ist eine moderne Hochleistungs-Flüssigchromatograpie (HPLC)-Anlage mit Fluoreszenz-Detektor zur Messung von PAK-Metaboliten in Fischen.

Hochleistungs-Flüssig-Chromatograph (HPLC) mit Fluoreszenzdetektor von Thermo Scientific, UltiMate 3000 (© Ulrike Kammann)

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sind wichtige Umweltkontaminanten, die vom Fisch aufgenommen werden und im ungünstigen Fall zu Lebertumoren führen können. Es ist daher wichtig, die Belastung der Fische mit diesen Substanzen genau zu kennen, um ihre mögliche Wirkung beurteilen zu können. Erfasst wird die PAK-Belastung indirekt über PAK-Metaboliten in der Fischgalle. Diese zählen zu den verpflichtend zu messenden Parametern im marinen Umweltmonitoring und sind Teil des regelmäßigen hoheitlichen Überwachungsprogramms des Thünen-Instituts für Fischereiökologie in Nord- und Ostsee.

Die Analyse erfolgt mittels HPLC, die die Hauptmetaboliten von PAKs auf einer Säule voneinander trennt und nacheinander zum Detektor leitet. Die dabei entstehenden Peaks werden mit Fluoreszenz-Licht sichtbar gemacht. PAKs und ihre Metabolite fluoreszieren bei der Bestrahlung mit bestimmten Wellenlängen. Die meisten anderen Matrixkomponenten tun das nicht. Das führt zu einer selektiven Detektion. Gleichzeitig hat die Fluoreszenz in der Regel niedrigere Nachweisgrenzen als anderen optischen Methoden und ist damit sehr empfindlich und geeignet für die Spurenanalyse.

Wir freuen uns auf die Messungen mit dem nagelneuen Gerät und auf niedrige Nachweisgrenzen!

Mehr Laborgeräte gibt es hier.


Alle Projekte in diesem Arbeitsbereich

Publikationen

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  1. Bisenius S, Neuhaus H, Effkemann S, Heemken O, Bartelt E, Lang T, Haunhorst E, Kehrenberg C (2020) Composition of herring and cod fillets from the North and the Baltic Sea - detecting added water. Food Contr 107:106766, DOI:10.1016/j.foodcont.2019.106766
  2. Koske D, Goldenstein N, Rosenberger T, Machulik U, Hanel R, Kammann U (2020) Dumped munitions: New insights into the metabolization of 2,4,6-trinitrotoluene in Baltic flatfish. Mar Environ Res 160:104992, DOI:10.1016/j.marenvres.2020.104992
  3. Köster F-W, Huwer B, Kraus G, Diekmann R, Eero M, Makarchouk A, Örey S, Dierking J, Margonski P, Herrmann JP, Tomkiewicz J, Oesterwind D, Kotterba P, Haslob H, Voss R, Reusch TBH (2020) Egg production methods applied to Eastern Baltic cod provide indices of spawning stock dynamics. Fisheries Res 227:105553, DOI:10.1016/j.fishres.2020.105553
  4. Koske D, Straumer K, Goldenstein N, Hanel R, Lang T, Kammann U (2020) First evidence of explosives and their degradation products in dab (Limanda limanda L.) from a munition dumpsite in the Baltic Sea. Mar Pollut Bull 155:111131, DOI:10.1016/j.marpolbul.2020.111131
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  5. Lauerburg RAM, Diekmann R, Blanz B, Gee K, Held H, Kannen A, Möllmann C, Probst WN, Rambo H, Cormier R, Stelzenmüller V (2020) Socio-ecological vulnerability to tipping points: A review of empirical approaches and their use for marine management. Sci Total Environ 705:135838, DOI:10.1016/j.scitotenv.2019.135838

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