Institut für

Fischereiökologie

Meeresumwelt

Gesunde Fische kann es nur in einer gesunden Meeresumwelt geben. Wir erforschen marine Ökosysteme und überwachen ihren Zustand auch im Hinblick auf eine nachhaltige Nutzung der lebenden Ressourcen. Unser Ziel ist es die kritische Belastung der Fische mit anthropogenen Schadstoffen frühzeitig zu erkennen und ihre Wirkung zu bewerten.  

Im gesetzlichen Auftrag messen wir die radioaktive Belastung von Meeresfischen und Fischnährtieren in Nord- und Ostsee und analysieren im Rahmen nationaler und internationaler Überwachungs­programme die Konzentrationen von organischen und anorganischen Schadstoffen in Meeresfischen. Parallel zu der chemi­schen Analytik untersuchen wir biologische Wirkungen von Schadstoffen und anderen Umwel­tstressoren auf den Gesundheitszustand von Meeresfischen. Dabei erfassen wir Veränderungen auf molekularer und zellulärer Ebene sowie, auf der Individuen- und Populationsebene, das Auftreten von Fischkrankheiten.

Unser Ziel ist eine integrierte Überwachung und Bewertung der Meeresumwelt, bei der chemi­sche und biologische Messungen Hand in Hand gehen. Wir bewerten  den Zustand der Meeresumwelt mit qualitativen Indikatoren und quantitativen Kriterien. Hier leisten wir wichtige Entwicklungsarbeit und erfüllen die Anforderungen einer zeitgemä­ßen Meeresüberwachung im Sinne der regionalen Meeresschutzkonventionen (OSPAR, HELCOM) und der EU Meeresstrategie-Rahmenrichtline.

Unsere Themen

Chemische Spurenanalytik

Kontaktpersonen

Aktuelles

Fischereiökologie Meeresumwelt Meere Risikobewertung

DAIMON 2 Webinar - Risikobewertung versenkter Munition - erfolgreich durchgeführt

Aktuell

Online-Training zur Risikobewertung versenkter Munition

Screenshot einiger Teilnehmer am DAIMON2 Webinar vom 03.11.2020 (© Thünen-Institut)

Im Rahmen des Munitionsprojektes DAIMON 2 (Decision Aid for Marine Munitions-Practical application) wurde am 3. November 2020 vom Thünen-Institut für Fischereiökologie ein Webinar mit über 40 Teilnehmern aus Politik, Behörden, Universitäten und NGOs erfolgreich durchgeführt. Aufgrund der Corona-Situation musste das ursprünglich in Kiel für den vergangenen August geplante zweitägige Seminar mit praktischen Übungen an Bord der FFS Clupea und diversen Vorträgen leider abgesagt werden.

Ziel war es, den Inhalt und die praktische Anwendung der im Projekt DAIMON 1 entwickelten EcoTox Toolbox zu vermitteln. Die EcoTox Toolbox  ist eine Methodensammlung zur Untersuchung und Bewertung eines Gebietes und seiner Umwelt auf mögliche Rückstände aus konventioneller oder chemischer Munition. Die umfangreiche Sammlung der darin enthaltenen Fact Sheets und der Umgang damit, konnte nun erfolgreich an Interessierte, die sich mit der Problematik der versenkten Munition befassen, weitergegeben werden.

Darüber hinaus gab es einen Einblick in das Decision Support System (DSS), einem GIS basierten Entscheidungstool zum weiteren Umgang mit versenkter Munition. Ziel des DSS ist es, anhand von vorhandenen Daten und dem Einsatz künstlicher Intelligenz eine Risikobewertung und Entscheidungshilfen für unterschiedliche Schutzgüter, die von dieser Munition betroffen sein können, zu geben.

Mit intensiven und angeregten Diskussionen über Möglichkeiten und Grenzen der EcoTox Toolbox sowie deren Weiterentwicklung und mögliche Implementierung eines Monitoringsystems konnte das Webinar erfolgreich beendet werden.  


Alle Projekte in diesem Arbeitsbereich

Publikationen

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  1. Weichert FG, Axén C, Förlin L, Inostroza PA, Kammann U, Welling A, Sturve J, Asker N (2021) A multi-biomarker study on Atlantic salmon (Salmo salar L.) affected by the emerging Red Skin Disease in the Baltic Sea. J Fish Dis 44(4):429-440, DOI:10.1111/jfd.13288
    PDF Dokument (nicht barrierefrei) 1330 KB
  2. Scharsack JP, Wieczorek B, Schmidt-Drewello A, Büscher J, Franke F, Moore A, Branca A, Witten A, Stoll M, Bornberg-Bauer E, Wicke S, Kurtz J (2021) Climate change facilitates a parasite’s host exploitation via temperature-mediated immunometabolic processes. Global Change Biol 27(1):94-107, DOI:10.1111/gcb.15402
    PDF Dokument (nicht barrierefrei) 1300 KB
  3. Kammann U, Koske D, Schmidt N (2021) Investigations on the importance of contamination from dumped munitions in the Baltic Sea for bottom-dwelling fish species. Bremerhaven: Thünen-Institut für Fischereiökologie, 1 p, Project Brief Thünen Inst 2021/06a, DOI:10.3220/PB1613387762000
    PDF Dokument (nicht barrierefrei) 604 KB
  4. Rebelein A, Int-Veen I, Kammann U, Scharsack JP (2021) Microplastic fibers - Underestimated threat to aquatic organisms? Sci Total Environ 777:146045, DOI:10.1016/j.scitotenv.2021.146045
  5. Canals M, Pham CK, Bergmann M, Gutow L, Hanke G, Sebille E van, Angiolillo M, Buhl-Mortensen L, Cau A, Ioakeimidis C, Kammann U, Lundsten L, Papatheodorou G, Purser A, Sanchez-Vidal A, Schulz M, Vinci M, Chiba S, Galgani F, Langenkämper D, et al (2021) The quest for seafloor macrolitter: a critical review of background knowledge, current methods and future prospects. Environ Res Lett 16(2):023001, DOI:10.1088/1748-9326/abc6d4
    PDF Dokument (nicht barrierefrei) 3335 KB

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