Institut für

Fischereiökologie

Fischkrankheiten

Nordseeklieschen mit Hyperpigmentierung, Schweregrade 1-3 (© Thomas Lang)

Jedes Jahr bestimmen wir auf Seereisen mit FFS "Walther Herwig III“ den Gesundheitszustand von Fischen in Nord- und Ostsee. Die festgestellten Krankheiten dienen dabei als Indikatoren für den Einfluss von Umweltstressoren auf die Abwehrkräfte der Fische gegenüber Krankheitserregern und toxischen Effekten von Schadstoffen. Unsere wichtigsten Zielfischarten sind Kliesche, Flunder und Kabeljau. Basierend auf international standardisierten Untersuchungsmethoden erfassen wir an Bord äußerlich sichtbare Infektions- und Nicht-Infektionskrankheiten, Parasiten sowie Lebertumore und nehmen Gewebeproben für mikroskopische Analysen von zellulären Leberveränderungen. Die Untersuchungen sind Bestandteil des integrierten Meeresumwelt-Monitorings.

Zusätzlich widmen wir uns Umweltaspekten, die aufgrund möglicher Risiken für die Meeresumwelt oder einer hohen gesellschaftlichen Aufmerksamkeit in den Fokus geraten. Aktuelle Beispiele sind Auswirkungen versenkter konventioneller und chemischer Munition und von Plastikmüll auf marine Organismen.

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