Institut für

Fischereiökologie

Wirtschaftlichkeit von Aquakulturen

Haltungssysteme aus Beton sind typisch für Muğla, einer wichtigen Forellenregion in der Türkei. (© Thünen-Institut/Tobias Lasner)

Die globale Aquakultur verzeichnet enorme Wachstumsraten. Dabei verläuft diese Entwicklung regional sehr unterschiedlich. Welche lokalen Produktionssysteme im internationalen Wettbewerb bestehen können und in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden, ist weitgehend ungeklärt.

Je nach Kombination von Produktionsfaktoren und verfolgten Absatzstrategien unterscheidet sich die Profitabilität von Produktionssystemen in der Aquakultur erheblich. Kleinere und wenig automatisierte Aquakulturen sind dabei in den Industrienationen tendenziell unprofitabler als größere Anlagen, die einen hohen Grad an Automatisierung aufweisen.  Wesentliche Kosten einer Fischzucht entstehen beim Futtereinsatz, Jungfischbesatz, Energieverbrauch und den Löhnen. Entscheidend sind auch die Rahmenbedingungen für die Wirtschaftlichkeit einer Fischfarm. Manche Regionen der Erde besitzen so gute klimatische Bedingungen für die Fischzucht, dass sie auch ohne größeren technischen Einsatz gute Erträge erzielen. Weitere Wettbewerbsvorteile können durch eine reiche Wasserversorgung, ein niedriges Lohnniveau, hohe Marktpreise oder auch eine wirtschaftsfreundliche Politik entstehen.

Publikationen

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  1. Lasner T, Mytlewski A, Nourry M, Rakowski M, Oberle M (2020) Carp land: Economics of fish farms and the impact of region-marketing in the Aischgrund (DEU) and Barycz Valley (POL). Aquaculture 519:734731, DOI:10.1016/j.aquaculture.2019.734731
  2. Edebohls I, Kreiß C, Focken U, Lasner T, Reiser S (2020) Steckbriefe zur Tierhaltung in Deutschland: Aquakultur. Braunschweig: Johann Heinrich von Thünen-Institut, 23 p
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  3. Behrens GM, Lasner T, Brinker A, Schumann M (2019) Viability of cork-enriched feed in trout farming - An agri benchmark fish study on innovative aquaculture techniques. Braunschweig: Johann Heinrich von Thünen-Institut, 32 p, Thünen Working Paper 116, DOI:10.3220/WP1545314770000
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