Institut für

Forstgenetik

Resistenzforschung

Die Widerstandsfähigkeit von forstlichen Baumarten gegenüber Schaderregern und abiotischen Schadursachen hat einen großen Einfluss auf das Wachstum und die Stabilität des Waldes. Durch großflächige Umwelt- und Klimaveränderungen wird die Entwicklung neuer pathogener Rassen von einheimischen Schaderregern gefördert, aber auch neue Arten aus wärmeren Regionen wandern ein. Ebenso tragen Handel und Tourismus zur Ausbreitung neuartiger Schaderreger bei.

In unseren Arbeiten beschäftigen wir uns mit den vielfältigen Wechselwirkungen zwischen den Schaderregerpopulationen und Herkünften verschiedener Baumarten und ihre genetische Determinierung. Es werden Methoden der Resistenzprüfung entwickelt, mit deren Hilfe Sämlinge und Klonpflanzen unterschiedlicher Arten und Herkünfte geprüft werden. Vertiefende Informationen können über die Identifizierung von Resistenzgenen gegen spezifische Schaderreger mit Hilfe molekulargenetischer Sequenziertechniken gewonnen werden und molekulare Marker können entwickelt werden. Damit lässt sich die Selektion resistenter Genotypen deutlich vereinfachen, da statt aufwändiger Anzuchtprozesse über Monate bereits bei sehr kleinen Sämlingen nach wenigen Wochen mit Hilfe der Genotypisierung eine Vorselektion hinsichtlich relevanter Merkmale wie der Pilzresistenz erfolgen kann. Insbesondere für die Entwicklung von Züchtungsprogrammen bei schnellwachsenden Baumarten gewinnen diese Methoden an Bedeutung. Ein Schwerpunkt ist die Entwicklung von Methoden der mikrovegetativen Vermehrung, da diese Verfahren für die Bereitstellung von Versuchsmaterial im Rahmen der Resistenzforschung und für die Resistenzprüfung notwendig sind.