Institut für

Forstgenetik

Herkunfts- und Züchtungsforschung

Der Arbeitsbereich ‚Herkunfts- und Züchtungsforschung‘ befasst sich mit den Schwerpunkten Herkunftsforschung, Züchtung von Laub- und Nadelbaumarten sowie der Erhaltung forstlicher Genressourcen und etabliert und betreut hierzu Feldversuche in ganz Deutschland.

(a) Herkunftsforschung

In der Herkunftsforschung wird die Variation innerhalb und zwischen Herkünften erfasst und deren Eignung für den Anbau unter unterschiedlichen Standortbedingungen geprüft sowie ihre Plastizität hinsichtlich der Auswirkungen des Klimawandels ermittelt. Eine besondere Bedeutung haben hierbei Untersuchungen zur Angepasstheit und Anpassungsfähigkeit auf genetischer und phänotypischer Ebene von Baumpopulationen an Klimabedingungen. Dabei stehen neben heimischen Baumarten (z. B. Rot-Buche, Wald-Kiefer, Trauben-Eiche, Fichte) auch nicht-heimische Baumarten (z. B. Douglasie, Rot-Eiche, Robinie) im Fokus. Weiterhin werden Analysen im Zusammenhang mit rechtlichen Regelungen zu Gewinnung, Handel, Anzucht und Verwendung von forstlichem Vermehrungsgut durchgeführt.

(b) Züchtungsforschung

In der Züchtungsforschung wird an der Optimierung der Biomasse- und Wertholzproduktion verschiedener Baumarten gearbeitet. Bei der Forstpflanzenzüchtung stehen die Merkmale Wüchsigkeit, Qualität und Vitalität gegenüber neuartigen Schäden und Schaderregern im Vordergrund. Es werden Nachkommenschaftsprüfungen durchgeführt, um den Zuchtwert selektierter Plusbäume zu ermitteln. Einen Schwerpunkt bilden dabei schnellwüchsige Baumarten (z. B. Pappel, Lärche, Robinie, Weide).

(c) Erhaltung forstlicher Genressourcen

Die Evaluierung und Dokumentation forstlicher genetischer Ressourcen auf nationaler und europäischer Ebene sind ein weiterer Schwerpunkt. Die Erhaltung der forstlichen Genressourcen ist die Grundlage für die Züchtung und zur Beantwortung von Fragen im Klimawandel. Hierfür werden Klonarchive als Ex-situ-Maßnahme unterhalten.