Institut für

Forstgenetik

Nachwuchs-Forschungsgruppe "Genetische Technologien"

Die Gruppe "Genetische Technologien" ist eine eigenständige Nachwuchsforschungsgruppe am Thünen-Institut für Forstgenetik, die durch die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) gefördert wird.

In diesem Arbeitsbereich steht die Genomeditierung von Bäumen im Vordergrund. Sogenannte neue Züchtungstechnologien, insbesondere CRISPR/Cas, werden entwickelt und für Forstpflanzen angepasst, sodass diese Methode – ursprünglich aus Bakterien stammend – in komplexen Pflanzen funktioniert.

Neben dieser Methodenentwicklung leistet die Gruppe Genetische Technologien auch Forschung im Bereich der Klimaanpassung. Pappeln dienen uns als Modellorganismen, an denen der genetische Hintergrund von Trockenstresstoleranz erforscht wird. Durch eine experimentelle Veränderung der beteiligten Gene wollen wir Rückschlüsse auf ihre Funktion ziehen. Die Ergebnisse sollen auf die bedeutendste deutsche Laubbaumart, die Rotbuche Fagus sylvatica, übertragen werden.

Mitarbeitende

Dr. Tobias Brügmann (Nachwuchsgruppenleiter)
Alexander Fendel (Doktorand)
Virginia Zahn (Doktorandin)
Alice-Jeannine Sievers (Wissenschaftliche Assistentin)
Susanne Jelkmann (Technische Assistentin)

Thalia von Nethen (Bachelorandin, Hochschule Emden-Leer, seit November 2021)
Inka Stange (Bachelorandin, CAU Kiel, seit Januar 2022)
Rose Becker (BTA-Auszubildende, seit Januar 2022)

Blog: Neuigkeiten aus der Nachwuchsforschungsgruppe

Januar 2022
Im Januar haben wir uns für das neue Jahr aufgestellt: Bei einem Projekttreffen haben wir uns einen Überblick über unseren Forschungsstand verschafft, Herausforderungen und Ergebnisse diskutiert und Pläne für die Zukunft geschmiedet. Als exzellente wissenschaftliche Berater waren PD Dr. Matthias Fladung und Dr. Niels Müller aus der Forstgenetik und Dr. Götz Hensel von der HHU Düsseldorf beteiligt.
Mit Inka Stange von der CAU Kiel haben wir eine zweite Bachelorandin in der Forschungsgruppe, die von Alexander mit einem Thema zur Trockenstresstoleranz von Pappeln betreut wird. Zudem haben wir Unterstützung einer BTA-Auszubildenden erhalten: Rose Becker arbeitet bei uns mit bis zum April 2022.

Dezember 2021
In der ARTE-Reportage "42 - Die Antwort auf fast alles" hat Tobias Brügmann einige Ansätze unserer Forschungsarbeit dargestellt. Das Video der Folge "Wie retten wir die Bäume?", auch mit der Thünen-Kollegin Hilke Schröder, ist in der Mediathek zu sehen: Hier ansehen!

November 2021
Eine neue Bachelorandin hat in unserer Forschungsgruppe angefangen: Thalia von Nethen von der Hochschule Emden-Leer wird in den nächsten Monaten ein spannendes Thema bearbeiten. Bei ihr wird es um DNA-freie Genomeditierungsmethoden gehen. Mit diesem Thema schließt sie an die Arbeiten aus dem abgeschlossenen Drittmittelprojekt "aProPop" an.
Im Laborjournal (Seite 24) ist ein Interview mit Gruppenleiter Tobias zu finden.

Oktober 2021
Mit gleich drei Personen haben wir an der Sektionstagung der Gesellschaft für Pflanzenzüchtung in Geisenheim teilgenommen. Virginia und Alexander haben in einem Vortrag die Ziele ihrer Arbeiten dargestellt. Tobias hat einen umfassenden Überblick über den Stand der Genomeditierung in Bäumen gegeben.

September 2021
Konferenzmonat: Virginia, Alexander und Tobias haben ihre Arbeiten beim Workshop "Molekulare Züchtung" der Gesellschaft für Pflanzenbiotechnologie dargestellt. Zudem war Tobias bei einer EU-Tagung in Lecce (Italien), um u.a. von DNA-freier Genomeditierung und Spezial-Anwendungen jenseits einfacher CRISPR/Cas-Knockouts zu berichten.

Studium & Ausbildung

Bei uns können Bachelor- und Masterarbeiten sowie Uni-Praktika absolviert werden. Ferner beteiligen wir uns an der Ausbildung von Biologisch-Technischen Assistent*innen. Die Auszubildenden sind in viermonatigen Blöcken in unserem Forschungsbetrieb eingebunden. Bei Interesse oder Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an den Nachwuchsgruppenleiter.

Absolvierte Abschlussarbeiten:

Stefan Zebbedies (2021) Etablierung der Nickase-Genomeditierung in Pappeln.
Bachelorarbeit, Studiengang Nachwachsende Rohstoffe, Hochschule Hannover

Oliver Sulkowski (2020) Molekularbiologische Untersuchung auf erhöhte Salz- und Trockenstresstoleranz in SCL4- und SCL7-überexprimierenden Pappelhybriden (Populus x canescens).
Bachelorarbeit, Studiengang Bioinformatik (Biotechnologie), Hochschule Emden-Leer

Kooperationen

Der Arbeitsbereich Genetische Technologien interagiert mit Wissenschaftler*innen mehrerer Forschungsinstitutionen. Dies sind insbesondere:

Förderung

Die Nachwuchsforschungsgruppe Genetische Technologien wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) finanziell gefördert (Förderkennzeichen 2219NR359).