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Ein Mitarbeiter sammelt Ameisen auf einer Untersuchungsfläche.
Ein Mitarbeiter sammelt Ameisen auf einer Untersuchungsfläche.
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Foto-Challenge: Wer fotografiert die meisten Hummeln?

Das Wildbienen-Team am Thünen-Institut für Biodiversität und die Naturbeobachtungsplattform Observation.org wollen mit dem Citizen-Science-Wettbewerb so viele verschiedene Hummeln auf so vielen unterschiedlichen Pflanzen wie möglich finden.

Eine Erdhummel (Bombus lucorum agg.) im Anflug auf eine Blüte des Natternkopfes (Echium vulgare)
© © Thünen-Institut/Frank Sommerlandt

Eine Erdhummel (Bombus lucorum agg.) im Anflug auf eine Blüte des Natternkopfes (Echium vulgare)

Naturbegeisterte können bis zum 28. August 2022 an der Hummel-Challenge in der App „ObsIdentify“ zur Artenbestimmung teilnehmen. Ziel ist es, so viele verschiedene Hummeln auf so vielen verschiedenen Pflanzen wie möglich zu fotografieren. Ausgerufen haben die Challenge die Naturbeobachtungsplattform Observation.org und das Team des MonVia-Wildbienen-Monitorings in Agrarlandschaften am Thünen-Institut für Biodiversität.

An der Challenge können alle Interessierten teilnehmen, unabhängig von Artenkenntnissen. Benötigt werden lediglich ein Smartphone und die kostenlose Bestimmungs-App „ObsIdentify“. Die Fotos von den Hummeln können dann direkt in die App geladen werden. Diese ermittelt, um welche Art es sich handelt. Wie viele Individuen und Arten bereits beobachtet wurden und welchen Platz die Teilnehmenden in der Rangliste haben, zeigt die App ebenfalls an. Alternativ können die Hummel-Fotos auch über die Website Observation.org hochgeladen werden.

Citizen Science in der Wildbienen-Forschung am Thünen-Institut

Neben dem Spaß-Faktor hat der Foto-Wettbewerb auch einen handfesten wissenschaftlichen Hintergrund: Die Wildbienen-Forschenden vom Thünen-Institut für Biodiversität testen damit, ob und wie Bestimmungsergebnisse von Gelegenheitsbeobachtungen in ein bundesweites Wildbienen-Monitoring integriert werden können. Hummeln zählen zu den wichtigsten Bestäubergruppen sowohl für die Landwirtschaft als auch für viele Wildpflanzen. Durch das Fotografieren können Citizen Scientists zum Wissenszuwachs über die Verbreitung der Insekten beitragen. Vergleichbare Wettbewerbe waren bereits sehr erfolgreich: Unter vielen tausend Meldungen gab es auch sogenannte Erstnachweise von Arten außerhalb ihres bisher bekannten Verbreitungsgebietes.

Wer sich über die Challenge hinaus für Wildbienen interessiert, ehrenamtlich in der Wissenschaft engagieren und einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten will, kann sich für das Wildbienen-Monitoring 2023 am Thünen-Institut unverbindlich anmelden.

Innerhalb des Forschungsprojekts können sich Freiwillige auch ohne Artenkenntnisse auf verschiedene Weise einbringen: Sie können zum Beispiel die Patenschaft für eine Wildbienen-Nisthilfe übernehmen oder in den Sommermonaten regelmäßig an bestimmten Orten für das Zählen und Bestimmen von Hummeln verantwortlich sein. Das dafür nötige Handwerkszeug und grundlegendes Wissen über die Arten erhalten Interessierte in Bestimmungskursen, die das Thünen-Institut regelmäßig und kostenlos anbietet.

Informationen zur Hummel-Challenge

Informationen zum Wildbienen-Monitoring 

 

Kontakt

Institut für Biodiversität
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