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Ökologischer Betrieb
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Institut für

BW Betriebswirtschaft

Aktuelles

Breite Allianz für Humusaufbau in Sonderkulturen

Die HumusAllianz – ein Projektkonsortium zum Humusaufbau in den Sonderkulturen Gemüse, Apfel, Wein und Hopfen – kam am 27. und 28. Januar 2026 auf Einladung des Thünen-Instituts für Betriebswirtschaft in Braunschweig zum zweiten Jahrestreffen zusammen. Mehr als 40 Fachleute aus Beratung und Wissenschaft tauschten sich zu den Herausforderungen und Erfolgen des zurückliegenden Projektjahres aus.

Gruppenfoto der Teilnehmer des Humusaufbau-Workshops
© Julia Scheibehenne

In 2025 etablierten alle Demonstrationsbetriebe die jeweils individuell ausgewählten humusfördernden Maßnahmen. Auf den Maßnahmen- sowie auf Referenzflächen wurden Bodenproben gezogen, um den Bodenhumusgehalt im Status Quo zu ermitteln. Damit können in diesem und den nächsten Projektjahren die pflanzenbaulichen, die humus- und klimabezogenen und die ökonomischen Wirkungen von 152 Maßnahmen in 103 Betrieben analysiert werden. 

Mehr als die Hälfte aller von den Betrieben gewählten Maßnahmen entfällt auf bodenbedeckende und bodenverbessernde Maßnahmen wie Zwischenfruchtanbau, Begrünung, Untersaaten und reduzierte Bodenbearbeitung. Aber auch die Wirkungen von Agro-/Vitiforstsystemen, Umveredelung statt Neupflanzen von Apfelsorten, das Ausbringen von Pflanzenkohle und weiterer Maßnahmen auf den Humusaufbau werden erprobt. Humuserhalt und -aufbau stoßen auf breites Interesse in der Praxis. Dies zeigte sich bei den sehr gut besuchten Feldtagen, die im Rahmen der HumusAllianz auf mehreren Demonstrationsbetrieben stattfanden. 

Aktuell – und in Zukunft kontinuierlich – läuft die Datenerhebung auf den Betrieben, sodass in diesem Jahr die wissenschaftliche Begleitung erste Ergebnisse der Bodenproben liefern und Produktions- und Maßnahmenkosten an die Betriebe rückspiegeln kann. Nach Einschätzung der Beratungskräfte ist dieser Informationsgewinn für die Betriebsleitenden eine wesentliche Motivation für die Teilnahme als Demonstrationsbetrieb der HumusAllianz. 

Weitere wichtige Programmpunkte auf dem Jahrestreffen waren der projektübergreifende Erfahrungsaustausch zu Methoden der Beratung, der Datenerhebung und dem Wissenstransfer sowie die Vernetzung mit Kolleg*innen aus dem Projekt HumusKlimaNetz zum Humusaufbau in Ackerkulturen.

Die HumusAllianz ist ein Projektkonsortium aus vier Modell- und Demonstrationsvorhaben zum Humusaufbau in den Sonderkulturen Apfel (ClimateApples), Wein (CarboVino), Hopfen (Humus Hopfen) und Gemüse (HumusFürGemüse) und dem Projekt SK Hum zur Wissenschaftlichen Begleitung. Im Projektkonsortium übernimmt das Thünen-Institut die Aufgaben der sozio-ökonomischen wissenschaftlichen Begleitung und der Politikberatung. Das verantwortliche Projekt-Team dafür sind Dr. Hildegard Garming, Dr. Walter Dirksmeyer, Dr. Sabine Ludwig-Ohm und Ju-Kwang Yoon aus der Arbeitsgruppe Ökonomik des Gartenbaus.

Kontakt

Hildegard Garming
Institut für Betriebswirtschaft

Weitere Informationen

Sozio-ökonomische wissenschaftliche Begleitung im Projekt SK Hum

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