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Rind- und Schaffleischerzeugung sowie Grünlandnutzung: Produktionssysteme und Wirtschaftlichkeit

Projekt

Unsere Analysen erfolgen weltweit im Rahmen des agri benchmark Beef and Sheep Network (c) agri benchmark
Unsere Analysen erfolgen weltweit im Rahmen des agri benchmark Beef and Sheep Network (© agri benchmark)

Ökonomik der Rind- und Schaffleischerzeugung sowie der Grünlandnutzung (internationale Wettbewerbsfähigkeit, technologiebegleitende Forschung, Politikfolgenabschätzung)

Rind- und Schaffleischproduktion in Deutschland: Wirtschaftszweig oder Nebenprodukt?

Hintergrund und Zielsetzung

Aufgrund der globalen Marktverflechtungen hängt die Zukunft einzelner Branchen immer stärker davon ab, wie wettbewerbsfähig die Branche im internationalen Vergleich ist. Dies gilt insbesondere für die Rind- und Schaffleischproduktion, die zudem als ein wichtiger Verursacher von Treibhausgasen identifiziert wurden. Vor diesem Hintergrund leistet das Arbeitsfeld folgende Beiträge: Verbesserung des Verständnisses über Produktionssysteme der Rindfleischproduktion und Mutterkuhhaltung weltweit, Analyse der Wettbewerbsfähigkeit der Rindfleischproduktion, Politikanalysen, betriebliche Entwicklungsstrategien.

Vorgehensweise

Die Daten typischer Betriebe und Produktionssysteme werden unter Berücksichtigung der regionsspezifischen Situation mit einheitlichen Methoden vor Ort erhoben. Das Expertenwissen der beteiligten Produktionsökonomen, Berater und Produzenten sowie Daten und Analysen zu Weltmärkten, Marktanteilen, Agrarpolitik und sektoralen Entwicklungen der Rindfleischproduktion ergänzen die einzelbetrieblichen Analysen. Ausgehend von den genannten Betriebsvergleichen werden die Aktivitäten derzeit auf die Analyse von Umwelteinflüssen, klimarelevanten Treihausgasemissionen und Tierschutzaspekten ausgedehnt.

Vorläufige Ergebnisse

Rindfleisch aus Deutschland stammt zu 85 % aus der Milchviehhaltung. Damit ist die Produktion direkt vom Geschehen in der Milchviehhaltung abhängig.

Die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Rindfleischproduktion hat in den letzten 10 Jahren gemessen an Produktionskosten, Erlösen und Rentabilität zugenommen. Die Produktivitätsniveaus in der Mutterkuhhaltung und der Rindermast sind ebenfalls relativ hoch. Regional und lokal hat der Wettbewerb um Flächen, insbesondere mit der Milchviehhaltung, Marktfruchtbau, aber auch Biogasanlagen, zugenommen. Dies gilt insbesondere für Standorte, auf denen Silomais angebaut werden kann. Die negativen Auswirkungen durch die Agrarreformen der letzten Jahre (Entkopplung, Umwandlung der Betriebsprämie in Flächenprämien) sind aufgrund des gestiegenen Rindfleischpreisniveaus in den meisten Fällen kompensiert worden.

Nach Abschaffung der Milchquote im Jahr 2015 ist mit einer Zunahme milchbetonter Rassen und zunehmenden Knappheiten bei der Verfügbarkeit von Qualitätskälbern zu rechnen. Eine Ausdehnung der Mutterkuhhaltung ist nicht zu erwarten, da voraussichtlich keine zusätzlichen Grünlandflächen zur Verfügung stehen werden.

Die Schafhaltung in Deutschland spielt wirtschaftlich eine untergeordnete Rolle. Sie leistet jedoch regional zur Landschaftspflege und Offenhaltung von Kulturlandschaften einen wichtigen Beitrag.

Links und Downloads

www.agribenchmark.org

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Zeitraum

Daueraufgabe 1.2001 - 12.2020

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: läuft