Institut für

Betriebswirtschaft

Stellvertretende Institutsleitung

Sekretariat

Kerstin Martens
Institut für Betriebswirtschaft

Bundesallee 63
38116 Braunschweig
Telefon: +49 531 596 5102
Fax: +49 531 596 5199
bw@thuenen.de


Rind und Schaf

Rindermast in Deutschland erfolgt auf der Basis von Maissilage
Rindermast in Deutschland erfolgt auf der Basis von Maissilage (© agri benchmark)

Das in Deutschland produzierte Rindfleisch stammt zu rund 85 Prozent aus der Milchviehhaltung. Die Rinderbestände verringern sich kontinuierlich, weil einerseits die Milchleistung je Kuh steigt und die Milchquote eine Ausdehnung der Gesamtproduktion – zumindest bis zu ihrer Abschaffung im Jahr 2015 – verhindert. Mit etwa 1,1 Millionen Tonnen Jahresproduktion belegt die deutsche Rindfleischproduktion in Europa den zweiten Platz hinter Frankreich. Die Subventionen für die Rindfleischproduktion und den Export sind weitestgehend abgebaut, allerdings genießt die Rindfleischproduktion in der EU noch immer einen Außenschutz in Form eines Importzolles von ca. 90 Prozent. Die Schafhaltung in Deutschland spielt wirtschaftlich eine untergeordnete Rolle. Sie leistet jedoch regional zur Landschaftspflege und Offenhaltung von Kulturlandschaften einen wichtigen Beitrag.

Mutterkuh- und Schafhaltung sind wichtige Nutzer von Grünland
Mutterkuh- und Schafhaltung sind wichtige Nutzer von Grünland (© Thünen-Institut/Katja Seifert)

Aus dieser Ausgangssituation lassen sich folgende Fragestellungen ableiten: „

  • Wie wirken politische und rechtliche Rahmenbedingungen auf die Wettbewerbsfähigkeit und die Produktion von Rind- und Schaffleisch? „
  • Welchen Einfluss haben agrar- und handelspolitische Maßnahmen auf die Rind- und Schaffleischproduktion und wie können sich die Betriebe anpassen?
  • Wie haben sich Kosten, Erlöse und Produktivitäten in der Vergangenheit entwickelt, was waren die treibenden Kräfte und in welche Richtung wird sich die Produktion zukünftig entwickeln?
  • Welche Produktions- und Produktivitätssteigerungen sind an welchen Standorten der Welt zukünftig zu erwarten?
  • Wie lassen sich die Umweltbilanz und die Tiergerechtheit verbessern, ohne die Wirtschaftlichkeit zu gefährden?

Es ist offensichtlich, dass sich die meisten dieser Fragen nur im EU-weiten bzw. globalen Kontext beantworten lassen. Daher findet der größte Teil der Arbeiten auch im Rahmen des agri benchmark Beef and Sheep Netzwerk statt, das vom Institut koordiniert wird.

Lämmer gibt es nicht nur zu Ostern
Lämmer gibt es nicht nur zu Ostern (© Thünen-Institut/Claus Deblitz)

Dossier: Nutztierhaltung und Fleischproduktion in Deutschland

Nutztierhaltung Produktionssysteme Silage

Im Themenfeld Nutztierhaltung und Aquakultur finden Sie Steckbriefe zur Tierhaltung in Deutschland, die in komprimierter Form aktuelle Daten zu Entwicklungen der Bestände, der Produktion, Produktionssysteme, Handel, Preisen und Wirtschaftlichkeit präsentieren.

Zusätzliche Informationen finden Sie im Dossier.

Projekte von Rind und Schaf