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Milch

Die Fütterung spielt eine bedeutende Rolle bei der Milchproduktion.
Die Fütterung spielt eine bedeutende Rolle bei der Milchproduktion. (© Thünen-Institut/Birthe Lassen)

Deutschland ist mit einem Produktionsanteil von etwas über 20 Prozent der größte Milcherzeuger in der EU-28. Etwa jeder vierte landwirtschaftliche Betrieb hält Milchkühe. Damit ist die Milchproduktion in Deutschland der wichtigste tierische Produktionszweig und leistet in der Regel mit etwa 18 Prozent den höchsten Beitrag zum Produktionswert des Bereichs Landwirtschaft.

Die Milcherzeugung war in Folge der Milchquotenregelung über viele Jahre weitgehend konstant. Vor dem Hintergrund des Auslaufens der Milchquotenregelung im Jahr 2015 aber auch aufgrund vergleichsweise hoher Erzeugerpreise in einigen der letzten Jahre wurde die Milcherzeugung kontinuierlich gesteigert. Angesichts der steigenden Milchmengen hat der Außenhandel mit Milchprodukten für die deutsche Milchwirtschaft einen zunehmend hohen Stellenwert.

Seit dem Ende der Milchquotenregelung im Frühjahr 2015 können die Landwirte ihre Milchproduktionsmengen nach ihren eigenen unternehmerischen Einschätzungen bestimmen. Diese neue Freiheit ist jedoch auch mit neuen Herausforderungen verbunden: Wie Marktexperten bereits erwarteten, hat die Preisvolatilität deutlich zugenommen. Vor diesem Hintergrund gewinnt das einzelbetriebliche Risikomanagement an Bedeutung. Darüber hinaus stellen Flächenknappheit, Mangel an qualifizierten Arbeitskräften sowie steigende gesellschaftliche Anforderungen an umwelt- und tierfreundliche Tierhaltung besondere Herausforderungen dar.

Rinder auf der Weide
Rinder auf der Weide (© Thünen-Institut/Birthe Lassen)

Vor diesem Hintergrund stellen sich die folgenden Forschungsfragen:

  • Welche Auswirkungen haben geänderte wirtschaftliche, politische und rechtliche Rahmenbedingungen auf die (internationale) Wettbewerbsfähigkeit der Milchproduktion?
  • Wie kann die Wettbewerbsfähigkeit verbessert werden?
  • In welchen Strukturen wird zukünftig Milch produziert?
  • Wie lassen sich die Umweltbilanz, die Arbeitsbedingungen und die Tiergerechtheit verbessern, ohne die Wirtschaftlichkeit zu gefährden?

Die Beantwortung der oben genannten Fragen ist nur in einem europäischen oder weltweiten Zusammenhang sinnvoll, da Milchprodukte als Standardprodukte weltweit handelbar und ersetzbar sind. Deutsche Milcherzeuger stehen deshalb nicht nur mit ihren direkten Nachbarn, sondern auch vor allem mit ihren europäischen Kollegen im Wettbewerb. Aus diesem Grund arbeiten wir eng mit dem Netzwerk der European Dairy Farmers zusammen. Praktizierende Milcherzeuger nutzen hier die Gelegenheit, mit unseren Analysen ihre Produktionskosten international zu vergleichen und Anpassungsreaktionen zu diskutieren. Eng begleitet werden sie von einem Wissenschaftlernetzwerk, das vom Thünen-Institut geleitet wird.

In Deutschland bündeln wir unsere wissenschaftlichen Ressourcen mit der Universität Göttingen im Netzwerk milchtrends.de. Gemeinsam stellen wir aktuelle Daten und Fakten sowie Projektergebnisse vor und informieren über neue Entwicklungen in der Milchproduktion.

Milchkuhhaltung im Laufstall
Milchkuhhaltung im Laufstall (© Thünen-Institut/Birthe Lassen)

Dossier: Nutztierhaltung und Fleischproduktion in Deutschland

Die Fütterung spielt eine bedeutende Rolle bei der Milchproduktion.
Die Fütterung spielt eine bedeutende Rolle bei der Milchproduktion. (© Thünen-Institut/Birthe Lassen)

Im Themenfeld Nutztierhaltung und Aquakultur finden Sie Steckbriefe zur Tierhaltung in Deutschland, die in komprimierter Form aktuelle Daten zu Entwicklungen der Bestände, der Produktion, Produktionssysteme, Handel, Preisen und Wirtschaftlichkeit präsentieren.

Zusätzliche Informationen finden Sie im Dossier.