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Thünen Mitarbeiter erforschen die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Zuckerproduktion

Aktuell

Seit Abschaffung der EU-Zuckerquoten dürfen europäische Zuckerproduzenten wieder unbegrenzt Zucker auf dem Weltmarkt exportieren.

(© Thünen-Institut)

Seit Abschaffung der EU-Zuckerquoten dürfen europäische Zuckerproduzenten wieder unbegrenzt Zucker auf dem Weltmarkt exportieren. EU-Produzenten werden jedoch nur überschüssige Mengen auf dem Weltmarkt absetzen können, wenn sie international wettbewerbsfähig sind. Importe vom Weltmarkt in die EU, werden nach der Zuckermarktreform zwar weiterhin durch Importzölle begrenzt. Allerdings hat die EU Entwicklungsländern (LDC-countries) zollfreien Zugang zum EU-Markt gewährt.

Vor diesem Hintergrund analysieren die Thünen Mitarbeiter Samuel Balieiro und Dr. Thomas de Witte in einem von der Nordzucker geförderten Projekt die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Zuckerproduktion. Hierfür vergleichen sie die Rohstoffkosten wichtiger Ex- und Importeure auf dem Weltmarkt für Zucker. Im Februar haben die Mitarbeiter sich die Rahmenbedingungen der Zuckerproduktion in Kenia, Mozambique und Tanzania vor Ort angesehen und anhand von typischen Betrieben die Produktionskosten kalkuliert. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass keine nennenswerten Importe aus dem Südwestlichen Afrika in die EU zu erwarten sind. Hauptgründe sind, dass die afrikanischen Produzenten auf den einheimischen Märkten deutlich höhere Preise erzielen können als in Europa. Hinzu kommt, dass die Produktionskosten in der Regel deutlich höher sind als in Europa.