Institut für

Biodiversität

Boden Aggregatomik

Mikrobielle Netzwerke in Böden
Mikrobielle Netzwerke in Böden (© Thünen-Institut/Christoph Tebbe)

Der von uns entwickelte Begriff Aggregatomik betrachtet Bodenaggregate als funktionelle biologische Einheiten. Diese Einheiten sind zeitlich und räumlich dynamisch und kontrollieren den Energie- und den Substratfluss in Böden. Boden-Aggregate sind Assoziationen aus lebenden Mikroorganismen, organischem Material in unterschiedlichen Abbaustadien, sowie aus mineralischen Partikeln. Die spezifischen Lebensbedingungen in Aggregaten und auf ihren Oberflächen haben einen entscheidenden Einfluss darauf, wie ein Boden funktioniert und welche Leistungen er auf Ökosystemebene und darüber hinaus vollbringt. Die biologische Aktivität von Aggregaten wird nicht nur durch die darin enthaltenen Organismen sondern auch über physikalisch-chemische Wechselwirkungen mit abiotischen Komponenten kontrolliert. Aggregatomik zielt darauf ab, die Gesamtheit der biologischen Bestandteile qualitativ und quantitativ unabhängig von den Einzelorganismen zu erfassen. Hierbei kann es sich um informationstragende Makromoleküle, also Nukleinsäuren (DNA, RNA) und Proteine, oder um mikrobielle Stoffwechselprodukte handeln. Bei unseren aktuellen Arbeiten analysieren wir die mikrobiellen Gemeinschaften von Aggregaten auf DNA-Ebene um biologische Diversität und mikrobielle Interaktionen aufzuklären.

Mikrobielle Netzwerke in Böden
Mikrobielle Netzwerke in Böden (© Thünen-Institut/Christoph Tebbe)