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Großes Projekttreffen – MonViA geht in die nächste Runde

Aktuell

Im März fiel der Startschuss für das bundesweite Monitoring der biologischen Vielfalt in Agrarlandschaften (MonViA). Nun kommen die Beteiligten des Verbundvorhabens beim Jahrestreffen am 12. und 13. Dezember in Bonn (BLE) zum Austausch und zur weiteren Planung zusammen.

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Rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Thünen-Instituts, des Julius Kühn-Instituts und des Informations- und Koordinationszentrums für Biologische Vielfalt (IBV) der BLE bearbeiten bei einem zweitägigen Austausch grundlegende Fragen zur Entwicklung des Monitorings der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft.

In einer Reihe von Workshops geht es darum, zu identifizieren, welche funktionellen Gruppen und Indikatoren geeignet sind, Veränderungen in Agrarlandschaften und ihre Ursachen abzubilden. Darüber hinaus gilt es, unterschiedliche Erfassungsansätze für verschiedene Organismengruppen zu harmonisieren und so zu entwickeln, dass sie komplementär zu bereits existierenden Monitoringaktivitäten sind und Synergien genutzt werden können.

MonViA - repräsentative Datengrundlage schaffen

Im Auftrag des BMEL arbeiten Thünen-Institut, Julius Kühn-Institut und BLE gemeinsam in 25 Projekten und einem Dutzend Teilprojekten daran, die biologische Vielfalt von der Landschaft bis in den Boden „sichtbar“ zu machen. Denn die bereits bestehenden Monitoringprogramme lassen nur in begrenztem Umfang wissenschaftlich belastbare Rückschlüsse auf Ursache und Wirkung zu.

Ziel des Monitorings ist es daher, eine repräsentative Datengrundlage zu schaffen, um eine wissenschaftlich fundierte Antwort auf folgende Fragen geben zu können:

  • Wie entwickelt sich die biologische Vielfalt in offenen Agrarlandschaften unter dem Einfluss der landwirtschaftlichen Produktion, des Landnutzungs- und des Agrarstrukturwandels?
  • Wie wirkt sich die Veränderung der biologischen Vielfalt auf die Leistungsfähigkeit und Stabilität der landwirtschaftlichen Produktionssysteme aus?
  • Wie wirken agrar- und umweltpolitische Maßnahmen auf die biologische Vielfalt, und welche Maßnahmen sollten der Politik empfohlen werden?

Methodenentwicklung

Dazu werden in MonViA standardisierte Erfassungsmethoden und innovative Indikatorensysteme in drei Teilbereichen entwickelt: generelles Trendmonitoring, vertiefendes Monitoring zu spezifischen, agrarräumlichen Fragestellungen sowie ein Citizen Science-basierter Monitoringansatz. Bei letzterem sollen insbesondere Landwirtinnen und Landwirte in Monitoringaktivitäten eingebunden werden.

Weiterführende Informationen

Homepage veröffentlicht: Pünktlich zum Projekttreffen wurde die Informationsplattform www.agrarmonitoring-monvia.de veröffentlicht. Hier finden Sie weitergehende Informationen zu MonViA und den einzelnen Projekten des umfangreichen Verbundvorhabens.