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DigiSchwein

Projekt

Projektdarstellung DigiSchwein (c) Paula Föhr
Darstellung DigiSchwein (© Paula Föhr)

Cross Innovation und Digitalisierung in der tiergerechten Schweinehaltung unter Berücksichtigung des Ressourcenschutzes - "DigiSchwein" beraten, qualifizieren und fördern

Das Experimentierfeld "DigiSchwein" verfolgt das strategische Ziel, Chancen der Digitalisierung, des Wissenstransfers und der Transformation für die breite landwirtschaftliche Praxis mit Fokus auf die tiergerechte und ressourcenschonende Schweinehaltung (ökologisch/konventionell) weiterzuentwickeln und praxistauglich zu machen.

Hintergrund und Zielsetzung

Ein speziell entwickeltes Datenmodell – die Farmmanagement-Software „DigiSchwein“ – soll schweinehaltende Landwirte in ihrer täglichen Arbeit mit den Tieren unterstützen. Dies soll in Form eines Frühwarnsystems, durch kontinuierlich erfasste und zielgerichtet ausgewertete Sensordaten, geschehen. Im Fokus der Auswertung stehen aktuelle und praxisrelevante Problemstellungen der modernen Schweinehaltung: Plausibilitätsanalysen vorhandener Sensortechnik; Entscheidungshilfen zur Krankheitsfrüherkennung, Haltung von unkupierten Tieren / Reduzierung von Schwanzbeißen; Monitoringsystem für das Geburtsmanagement; Nährstoffströme – Digitale Transparenz im Schweinestall. Die Zusammenarbeit der Verbundpartner aus Wissenschaft und Wirtschaft, unter stetigem Wissensaustausch, fokussiert die Weiterentwicklung und Verbreitung der Digitalisierung in die breite landwirtschaftliche Praxis.
Alles in allem soll mithilfe des Frühwarnsystems „DigiSchwein“ das Tierwohl gefördert, die Betriebsmitteleffizienz gesteigert und die Umwelt durch Nährstoffreduktion geschont werden. Durch den Einsatz moderner Technologien wird eine nachhaltige Landwirtschaft weiter ausgebaut.

Zielgruppe

Die (Zwischen-)Ergebnisse des Projektes sollen nachhaltig durch die interdisziplinären Verbundpartner nach außen, in die breite Öffentlichkeit und landwirtschaftliche Praxis, in Form des Wissens- und Technologietransfers getragen werden. Die starke Vernetzung des Konsortiums gewährleistet, dass die Verbesserung der landwirtschaftlichen Praxis in Hinblick auf die Effizienz und Nachhaltigkeit des Betriebsmittel- und Arbeitskräfteeinsatzes, der Dokumentation, Ressourcenschonung sowie des Nährstoffeinsatzes während der gesamten Projektlaufzeit und auch darüber hinaus im Mittelpunkt steht.
Der Einsatz des digitalen Frühwarnsystems wird bei 2-3 Leuchtturmbetrieben in der Praxis und in der Aus- und Hochschulbildung zum Tragen kommen. Das Landwirtschaftliche Bildungszentrum Echem hat im Jahr über 2000 landwirtschaftliche Lehrlinge in der überbetrieblichen Ausbildung, die das digitale System nutzen können.

Vorgehensweise

Das Konsortium besteht interdisziplinär aus Fachleuten der Landwirtschaft, Haltungstechnik,
Informatik/EDV-Institutionen, landwirtschaftlichen Leuchtturmbetrieben und Hochschulen. Die Verbundpartner des Projektes erarbeiten Ergebnisse in neun Teilprojekten / Arbeitspaketen (AP):

AP 1: Koordination / Organisation

AP 2: Digitalisierung, Modellierung, Datenmanagement / -analyse

AP 3: Plausibilitätsanalyse vorhandener Technik/Sensorik und Daten

  • Beschaffung, Installation und Kalibrierung der Sensorik in Versuchsställen
  • Datenerhebung mit Sensorik und manuelle Tierbeobachtung
  • Entwicklung theoretischer Plausibilitätsanalysen
  • Verifizierung der theoretischen Plausibilitäten in Versuchsställen
  • Übertragung der Plausibilitäten in das Assistenzsystem für Schweinehalter
  • Wissenschaftlicher Transfer der Ergebnisse in die Öffentlichkeit

AP 4: Entscheidungshilfen zur Krankheitsfrüherkennung

AP 5: Haltung unkupierter Schweine: Techniken zur frühzeitigen Erkennung von Schwanzbeißen und zur Prävention

AP 6: Monitoringsystem für das Geburtsmanagement

AP 7: Nährstoffströme – Digitale Transparenz im Schweinestall

AP 8: Evaluierung durch Expertenbeiräte, Digitale Transformation

AP 9: Wissenstransfer, Digitale Transformation, „Cross Innovation“

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Beteiligte externe Thünen-Partner


Geldgeber

  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
    (national, öffentlich)

Zeitraum

2.2020 - 1.2023

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektfördernummer: 28DE109D18
Projektstatus: läuft