Institut für

Agrartechnologie

Abluftreinigung

Der Bereich Abluftreinigung entwickelt und bewertet Verfahren zur effizienten Abscheidung von Stäuben, Bioaerosolen, Ammoniak und Gerüchen. Darüber hinaus werden Funktions- und Betriebssicherheit, die Verwertung anfallender Reststoffe sowie Optionen zur Kostenminderung untersucht.

Verschiedene Filtertechniken zur Reinigung von Abluft aus Tierhaltungsanlagen
Verschiedene Filtertechniken zur Reinigung von Abluft aus Tierhaltungsanlagen (© Thünen-Institut)

Die Abluftreinigung stellt ein wirksames und prüfbares Instrument zur Reinigung von Abluft aus zwangsbelüfteten Tierställen dar. Eignungsgeprüfte Anlagen reduzieren den Staub- und Ammoniakmassenstrom um mehr als 70 %, teilweise auch um mehr als 90 %. Bioaerosole werden ebenfalls durch die Abluftreinigung effektiv reduziert. Die Abscheidung von Gerüchen ist bei Anlagen in der Schweinehaltung sehr wirksam, während für die Geflügelhaltung in diesem Punkt noch weiterer Forschungsbedarf besteht. In der Schweinehaltung sind inzwischen über 1.000 Abluftreinigungsanlagen errichtet worden, in der Geflügelhaltung 179 (Stand: 2013). Die Emissionsminderung über die Abluftreinigung verursacht allerdings auch erhebliche Investitions- und Betriebskosten, die vom Betrieb über den Verkauf seiner Produkte erwirtschaftet werden müssen. Von erheblicher Bedeutung für die Gesamtkosten sind die großen zu behandelnden Volumenströme, das bei der Abluftwäsche anfallende Waschwasser, dass gelagert und landwirtschaftlich verwertet werden sollte sowie der Energieverbrauch für Ventilatoren und Pumpen. Daher sind verfahrenstechnische Verbesserungen zur weiteren Kostensenkung Voraussetzung für einen vermehrten Einsatz  dieser Technik. Unsere Arbeiten konzentrieren sich auf die Entwicklung wirksamer und kosteneffizienter Abluftreinigungsverfahren. Schwerpunkte bilden die Verbesserung der Partikelabscheidung für die Geflügelhaltung, die Verbesserung der Stickstoffabscheidung in Biofiltern sowie die Aufkonzentrierung von Waschwässern. Unsere Ergebnisse fließen ein in VDI-Normen, DLG-Merkblätter, KTBL-Arbeitspapiere und dienen auch der Erarbeitung europäischer Testprototokolle (www.veracert.eu).

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