Institut für

Agrarklimaschutz

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Klimawirksamkeit von Produktionssystemen

Klimaschutz erfordert systemische Ansätze und Lösungen

Treibhausgasmessungen im feuchten Moorgrünland im Freisinger Moos zeigen: eine extensive Nutzung ist bei klimaschonenden, hohen Grundwasserständen möglich.
Treibhausgasmessungen im feuchten Moorgrünland im Freisinger Moos zeigen: eine extensive Nutzung ist bei klimaschonenden, hohen Grundwasserständen möglich. (© Thünen-Institut/Annette Freibauer)

Wie unterscheiden sich landwirtschaftliche Produktionsverfahren im Hinblick auf den Klimaschutz? Da in der Regel unterschiedliche klimawirksame Emissionen auftreten, die alle zu berücksichtigen sind, sind punktuelle Analysen nicht zielführend. Vielmehr muss die gesamte Produktionskette bewertet und im Kontext des Klimaschutzes optimiert werden. Weiterhin müssen indirekte Effekte durch Unterschiede im Betriebsmitteleinsatz, zum Beispiel durch Zukauf von Mineraldünger oder den Verbrauch fossiler Energie, berücksichtigt werden.

Wir integrieren die Ergebnisse unserer und externer Untersuchungen zu Systembewertungen der Treibhausgaswirksamkeit. Hierbei berücksichtigen wir auch positive und negative Nebeneffekte auf den Produktionsprozess, den Ertrag sowie auf andere Umweltziele wie den Wasser- und Bodenschutz. Schwerpunkte unserer Forschung sind

  • das betriebliche Stickstoffmanagement,
  • die standortdifferenzierte Bewertung der Klimawirksamkeit landwirtschaftlicher Moornutzung,
  • die Bewertung der Produktion nachwachsender Rohstoffen für den Klimaschutz,
  • die Wirkung von agrar- und umweltpolitischen Maßnahmen im Kontext des Klima- und Atmosphärenschutzes.

Im Fokus stehen weiterhin offene Fragen zur Wertung konträrer Wirkungen von Klimaschutzmaßnahen auf Emissionen: Führt die Wiedervernässung von Mooren zu relevanten Methan-Emissionen? Bewirken Maßnahmen zu Minderung von NH3-Emissionen oder zur Steigerung des Humusgehalts in Agrarböden erhöhte N2O-Emissionen?