Institut für

Agrarklimaschutz

Änderung der Quantität und Zusammensetzung von organischem Bodenkohlenstoff durch langfristige geothermale Erwärmung eines Waldökosystems auf Island

Landschaftsfoto von Hveragerdir, Island

Hintergrund. Es ist zu erwarten, dass es durch die globale Erwärmung zu einer verstärkten Mineralisation von organischem Bodenkohlenstoff (Boden-C) kommt. Diese CO2-Quelle kann wiederum zu einer Verstärkung des Klimawandels beitragen – ein positiver Rückkopplungseffekt. Um diesen Effekt global modellieren zu können, muss zunächst experimentell verstanden werden, welche Prozesse im Boden bei Erwärmung ablaufen und welche C-Stabilisierungsmechanismen sich verändern.

Das Projekt. Das geothermale Erwärmungsexperiment in Hveragerdir, Island, bietet dafür eine perfekte Gelegenheit. Entlang eines Erwärmungsgradienten von 0-16°C soll der Erwärmungseffekt auf verschiedene C-Fraktionen im Boden quantifiziert werden. Die Ergebnisse sollen mit bereits vorhandenen Daten aus dem Versuch in Verbindung gebracht werden (Feinwurzeln, mikrobielle Parameter, Mykorrhiza) und können so einen wichtigen Beitrag zum ökosystemaren Gesamtverständnis von Bodenerwärmung beitragen.

Inhalt der Arbeit. Der Hauptteil der Arbeit wird im Labor stattfinden (Fraktionierung) die am Standort Braunschweig durchgeführt werden soll. Bei Interesse bitte bei christopher.poeplau@  thuenen.de (0531/5962679) melden. Weitere Informationen zum Projekt bzw. zu Fraktionierung von organischer Bodensubstanz sind unter www.forhot.is bzw. www.somfractionation.org zu finden.

Frühestmöglicher Beginn ist Mai 2018.