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Marianna Deppe

Promotion zum Dr. rer. nat. am 2.09.2015

Marianna Deppe mit Doktorhut
Marianna Deppe mit Doktorhut (© Thünen-Institut/AK)

Wie wirkt sich zunehmende Sommertrockenheit auf die Treibhausgasemissionen von Ackerböden aus? Lassen sich Lachgasemissionen im Ackerbau durch platzierte Düngung vermindern? Mit diesen Fragen hat sich Marianna Deppe am Thünen-Institut für Agrarklimaschutz im Rahmen Ihrer Promotionsarbeit befasst.

Im ersten Teilprojekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Thünen-Institut für Biodiversität untersucht, wie sich induzierte Sommertrockenheit auf den Austausch von Klimagasen (Methan, Lachgas) zwischen Boden und Atmosphäre in Mais- und Hirsebeständen auswirkt. Zwei gegenläufige Effekt ließen sich absichern: eine erhöhte Methanaufnahme des Bodens während der Trockenphasen im Sommer und verminderte Lachgasemissionen im nachfolgenden Winter. Die Ergebnisse tragen dazu bei, Rückkopplungseffekte von Treibhausgasemissionen vorherzusagen.

Das zweite Teilprojekts erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Julius-Kühn-Institut für Pflanzenbau und befasste sich mit Lachgasbildung im Boden in und um die Ammoniumdepots der sog. CULTAN-Düngung. Feldversuche mit Sommerweizen auf verschiedenen Böden (sandig und tonig) haben die erwartete Minderung von Lachgasemissionen durch CULTAN-Düngung nicht bestätigt. Dies konnte durch den Einsatz von  Isotopentracern im Feld und in Labor-Inkubationsversuchen erklärt werden: Zum einen wurde der Umsatz von Ammonium zu Nitrat in den Düngerdepots nicht wie erwartet inhibiert, zum anderen stammte nur ein geringer Teil der Lachgasemissionen aus dem applizierten Dünger. Eine indirekte Verminderung von Treibhausgasemissionen durch CULTAN-Düngung lässt sich dennoch durch die erhöhte Stickstoffeffizienz des angebauten Getreides und damit eine potentielle  Einsparung von Mineraldünger erreichen.