Thünen-Arbeitsgruppe „Integration von Flüchtlingen“

Dossier

Die wichtige gesellschaftliche Aufgabe der Integration von Flüchtlingen betrifft  nicht nur große Städte und Ballungsräume. Auch ländliche Räume und dortige Unternehmen bieten Potenziale.


Die Integration von Flüchtlingen findet in erster Linie in Kommunen statt und Erwerbstätigkeit spielt eine zentrale Rolle. Der Fokus der institutsübergreifenden Arbeitsgruppe liegt daher auf Kommunen in ländlich geprägten Regionen und der Land- und Ernährungswirtschaft im weitesten Sinne. Die Arbeitsgruppe möchte mithelfen, Lösungsvorschläge zu entwickeln. 

Wichtige Fragen sind:

  • Welches Integrationspotenzial bietet die Land- und Ernährungswirtschaft und wie kann dieses optimiert werden?
  • Welche  Bleibeperspektiven gibt es für Asylsuchende und anerkannte Flüchtlinge in ländlichen Räumen?
  • Welche Beiträge kann die ländliche Entwicklungspolitik leisten?

Expertengespräche und Runde Tische

Die Arbeitsgruppe ist darauf ausgerichtet, kurzfristig und pragmatisch Ergebnisse zu erarbeiten. Sie eruiert zunächst über Expertengespräche mit Unternehmern sowie bei Arbeitgeberorganisationen, Kammern, der Bundesagentur für Arbeit und den Jobcentern, wie die Land- und Ernährungswirtschaft zur Arbeitsintegration von Flüchtlingen beitragen kann, bzw. welche Hürden und Hemmnisse diesbezüglich bestehen. Dabei soll auch die Perspektive der Flüchtlinge berücksichtigt werden. Die zusammengetragenen Informationen werden an einem Runden Tisch mit dem Kreis der Befragten und weiteren Experten und Expertinnen erörtert und abgestimmt. Ziel ist es, Vorschläge für ein Maßnahmenpaket zu entwickeln, das bestehende Hürden beseitigt und die Arbeitsintegration von Flüchtlingen gezielt unterstützt.

Auch auf kommunaler Ebene liegt der Schwerpunkt der Fragestellungen auf den zentralen Integrationshürden und -hemmnissen. Nach welchen Kriterien werden Flüchtlinge auf die Städte und Gemeinden verteilt? Wie können sich Kommunen für eine Bleibeperspektive von Flüchtlingen in ländlichen Räumen optimal engagieren? Wir untersuchen zunächst exemplarisch einen Landkreis. Die Ergebnisse werden in Expertenrunden diskutiert, bevor die Untersuchungen auf weitere Landkreise ausgedehnt und ggf. auch thematisch erweitert werden. Darüber hinaus recherchiert die Arbeitsgruppe Informationen anderer Einrichtungen, fasst sie zusammen oder verweist dorthin.