Thünen-Forschungspreise 2017 verliehen

In feierlichem Rahmen wurden am 11. Dezember 2017 die Thünen-Forschungspreise der „Gesellschaft der Freunde des Thünen-Instituts“ (GdF) verliehen. Nach der Auszeichnung durch den GdF-Vorstandsvorsitzenden Lorenz von Schintling-Horny hatten die Preisträger Gelegenheit, ihre preiswürdigen Arbeiten in Kurzvorträgen vorzustellen und mit dem Publikum zu diskutieren.

Die stolzen Preisträger zusammen mit dem GdF-Vorsitzenden Lorenz von Schintling-Horny (links vorn) und Thünen-Präsident Folkhard Isermeyer (rechts) (© M. Welling/Thünen-Institut)

Der Preis für die beste wissenschaftsorientierte Leistung ging an Dr. Matthias Bösch, Dr. Peter Elsasser, Dr. Joachim Rock, Dr. Sebastian Rüter, Dr. Holger Weimar und Prof. Dr. Matthias Dieter als Autoren der Publikation „Costs and carbon sequestration potential of alternative forest management measures in Germany“. Die Publikation, die sich mit den Auswirkungen verschiedener Waldbewirtschaftungsmaßnahmen und Holznutzungen auf die Kohlenstoffbindung und die entstehenden Kosten befasst, erschien im Mai 2017 in der Zeitschrift „Forest Policy and Economics“. Ein wichtiger Beitrag in der Diskussion um mögliche Klimaschutzleistungen im Forst- und Holzbereich.

Mit dem Preis für die beste zielgruppenorientierte Leistung wurden diesmal drei Arbeiten ausgezeichnet: Geehrt wurde Dr. Tobias Lasner als Erstautor der Veröffentlichung „Establishing a Benchmarking for Fish Farming. Profitability, Productivity and Energy Efficiency of German, Danish and Turkish Rainbow Trout Grow-out Systems”. Lasner, der im Netzwerk agri benchmark Produktionssysteme der Fischwirtschaft im internationalen Vergleich betrachtet, beleuchtete in der ausgezeichneten Publikation die verschiedene Produktionssysteme der Regenbogenforellen-Zucht in Deutschland, Dänemark und der Türkei. Sie erschien im Juli 2016 in der Zeitschrift „Aquaculture Research“.

Dr. Bärbel Tiemeyer gab als Erstautorin der Veröffentlichung „Moorschutz in Deutschland – Optimierung des Moormanagements in Hinblick auf den Schutz der Biodiversität und der Ökosystemleistungen: Bewertungsinstrumente und Erhebung von Indikatoren“ einen Einblick in die komplexe Arbeit des Verbundprojekts Moorschutz in Deutschland. Ihr Paper erschien 2017 in BfN-Skripten.

Über eine Auszeichnung freuen durfte sich auch die Projektgruppe „Monitoring Ländliche Räume“ um Dr. Annett Steinführer, Joachim Kreis, Dr. Patrick Küpper, Dr. Stefan Neumeier und Torsten Osigus. Steinführer und ihre vier Kollegen erhielten den Preis für die beste zielgruppenorientierte Arbeit für Ergebnisse des Projekts „Monitoring Ländliche Räume“, dokumentiert im Thünen Working Paper 68 und auf der Webseite www.landatlas.de.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Niedersaxofonischen Trio.